
95 % der Verbraucher halten die Zukunft der Landwirtschaft für wichtig. Zugleich wachsen die Erwartungen an Lebensmittel, Klima- und Tierschutz - und an die Förderung. Das ergab das neue Eurobarometer
Die Landwirtschaft genießt in Deutschland eine hohe Wertschätzung: 95 % der Befragten halten die Zukunft der Landwirtschaft und der ländlichen Räume für wichtig, 64 % sogar für sehr wichtig. Das zeigt das aktuelle Spezial-Eurobarometer der Europäischen Kommission.
Gleichzeitig sind die Erwartungen hoch: Die Landwirtschaft soll sichere und nachhaltige Lebensmittel erzeugen, Umwelt und Klima schützen und zum Tierwohl beitragen.
„Unsere Bauern werden immer effizienter, trotzdem kommt von dieser Leistung auf den Höfen oft zu wenig an“, sagt Johannes Schürbrock, Vorsitzender des Ausschusses für Strukturpolitik im Landvolk Niedersachsen.
Volkswirtschaftliche Eckdaten des Sektors Land–, Forstwirtschaft und Fischerei (2024)
Ist es richtig, dass Bauern Fördergelder bekommen?
Daher findet die Förderung auch in der Bevölkerung breite Akzeptanz. Nachdem die Befragten darüber informiert worden waren, dass die finanzielle Unterstützung der Landwirte etwa 30 % des EU-Haushalts entspricht, bezeichneten 53 % der Deutschen die Höhe als angemessen, weitere 25 % sogar als zu niedrig. Nur 14 % halten sie für zu hoch. Zudem stimmen 74 % der Aussage zu, dass von der Gemeinsamen Agrarpolitik nicht nur Landwirte, sondern alle EU-Bürger profitieren, schreibt der Bauernverband weiter.
Das erwarten die Bürger dafür von den Bauern
Die Erwartungen an die Landwirtschaft sind zugleich hoch: 89 % der Deutschen ist es wichtig, dass Lebensmittel unter Einhaltung höherer Umwelt- und Tierschutzstandards produziert werden. Gleichzeitig erkennen viele die bisherigen Leistungen der Landwirtschaft beim Klimaschutz an. 63 % stimmen der Aussage zu, dass die Landwirtschaft bereits einen großen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels geleistet hat
Manche Aussagen widersprechen sich
Kritisch bewertet das Landvolk die widersprüchlichen Erwartungen an die Landwirtschaft. Einerseits sollen und wollen die Landwirte noch nachhaltiger wirtschaften, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduzieren, das Tierwohl stärken und den Klimaschutz voranbringen.
Andererseits werde weiterhin eine stetig steigende Produktivität und ein Mithalten im internationalen Wettbewerb erwartet. Gleichzeitig stehen vielen tausend Familienbetrieben nur wenige große Unternehmen aus Verarbeitung und Lebensmittelhandel gegenüber, die erheblichen Einfluss auf die Erzeugerpreise haben.
„Die Bauern können nicht gleichzeitig immer mehr leisten, immer höhere Anforderungen erfüllen und dabei mit den billigsten Anbietern der Welt konkurrieren“, sagt Schürbrock. Wer eine Landwirtschaft in Deutschland wolle, müsse ihr auch die Rahmenbedingungen geben, unter denen sie bestehen kann.
Hohe wirtschaftliche Leistung der Landwirtschaft
In dem Zusammenhang lohnt noch einmal der Blick in den letzten Situationsbericht des DBV. Danach erzielte die deutsche Land–, Forstwirtschaft und Fischerei 2024 einen Produktionswert von 81,4 Mrd. €. Das ist erheblich mehr als der Produktionswert des gesamten deutschen Textil–, Bekleidungs– und Schuhgewerbes mit 24,3 Mrd. €, des Papiergewerbes mit 44,7 Mrd. € oder der pharmazeutischen Industrie mit 62,9 Mrd. €.
Landwirte fragen viele Betriebsmittel, Investitionsgüter und Dienstleistungen nach. Es sind vor allem kleinere und mittlere Betriebe aus Handel, Handwerk und Gewerbe, die wirtschaftlich stark mit der Landwirtschaft verbunden sind. Viele Höfe nutzen darüber hinaus eine breite Palette von Dienstleistungen. Diese reichen von der Beratung über Wartungsarbeiten bis hin zu Tiergesundheits– und Qualitätsüberwachung.
Die produktionsbedingten Ausgaben der deutschen Landwirtschaft betrugen 2023 55,5 Mrd. €, wovon 13,0 Mrd. € auf Investitionen in Bauten und Maschinen entfallen. Zu den betriebsbedingten Ausgaben kommen u. a. die privaten Konsumausgaben der Land– und Forstwirte hinzu, die sich 2023 auf 8,4 Mrd. € beliefen.
Von 100 Erwerbstätigen in Deutschland waren im Jahr 1800 62 Personen in der Landwirtschaft tätig. 100 Jahre später waren es immerhin noch 33. Mit zunehmender Industrialisierung und mit der Entwicklung des Dienstleistungssektors sank der landwirtschaftliche Erwerbstätigenanteil kontinuierlich. 1950 betrug der landwirtschaftliche Erwerbstätigenanteil knapp 25 %, 1970 lag dieser Anteil immerhin noch bei gut 8 %, im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts bei etwa 2 %. 2024 lag der landwirtschaftliche Erwerbstätigenanteil nur noch bei 1,2 %.
Quelle: topagrar
09.10.2026 (AMI) – Beim GDT-Handelstermin Anfang Oktober prägten uneinheitliche Tendenzen das Bild. Während steigende Milchpulverpreise den Gesamtindex stützten, gaben die Preise für Käse und Laktose spürbar nach.
Bei der aktuellen Auktion des GlobalDairyTrade-Tenders (GDT) in Neuseeland am 06.10.26 hat der mittlere Preis über alle gehandelten Milchprodukte erneut angezogen, nachdem er Mitte September leicht rückläufig gewesen war. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren die gestiegenen Preise für Milchpulver. Der Durchschnittspreis über alle Produkte belief sich Anfang Oktober auf 3.928 USD/t oder umgerechnet 3.506 EUR/t. Gegenüber dem vorangegangenen Handelstermin legte der Index damit um 1,2 % zu. Die gehandelte Menge war hingegen rückläufig und sank um 752 t auf insgesamt 41.692 t.
Quelle: AMI
08.10.2026 (AMI) – Anfang Oktober zeigten sich die Pulvermärkte meist fest bis stabil. Magermilchpulver profitierte von knapper Verfügbarkeit, reger Exportnachfrage und steigenden Preisen. Der Vollmilchpulvermarkt blieb bei unveränderten Preisen ruhig. Molkenpulver tendierte insgesamt stabil.
Am Markt für Molkenpulver setzte sich zu Beginn des Oktobers die insgesamt stabile Entwicklung fort. Lebensmittelware traf auf ein anhaltend hohes Kaufinteresse, bei stabilen bis festen Preisen. Im Handel mit Futtermittelqualitäten blieb die Nachfrage dagegen eher ruhig. Die Preise verharrten hier unverändert auf dem Mitte September erreichten höheren Niveau. Am 07.10.26 hob die Kemptener Börse die Spanne für Molkenpulver in Lebensmittelqualität am oberen Ende leicht um 30 EUR/t auf 1.950 bis 2.130 EUR/t gegenüber der Vorwoche an. Die Spanne für Futtermittelqualitäten wurde unverändert mit 1.570 bis 1.640 EUR/t festgestellt.
Quelle: AMI
08.10.2026 (AMI) – In den ersten sieben Monaten dieses Jahres lag das Rohstoffaufkommen in der EU-27 durchweg über dem Vorjahresniveau. Dabei hat sich der Vorsprung im Juli wieder vergrößert, nachdem er im Juni den bislang niedrigsten Stand des Jahres erreicht hatte. Für August zeichnet sich allerdings erneut ein schwächeres Wachstum ab.
Im Juli 2026 lag die Milchanlieferung in der EU-27 weiterhin über dem Vorjahresniveau. Damit setzte sich die seit April 2025 anhaltende expansive Entwicklung fort. Vor allem seit August 2025 waren dabei überdurchschnittliche Zuwachsraten zu beobachten. Auch im ersten Quartal 2026 bewegten sich die Steigerungen mit 4,4 % bis 5,0 % noch auf hohem Niveau. Im Verlauf des zweiten Quartals schwächte sich das Wachstum jedoch etwas ab. Der im bisherigen Jahresverlauf geringste Vorsprung gegenüber dem Vorjahr wurde mit 1,8 % im Juni verzeichnet. Im Juli konnte dieser wieder auf 2,4 % ausgebaut werden. Insgesamt erfassten die Molkereien in der EU im Juli knapp 13,0 Mio. t Milch, umgerechnet auf einen Standardmonat mit 30,5 Tagen entsprach das einer Menge von 12,8 Mio. t.
Quelle: AMI
Milchgeld für Landwirte und Rohstoffwert Milch steigen wieder über 40 Cent. Gleichzeitig gibt der internationale Milchmarkt im September erstmals wieder nach. So ist die Marktlage.
Der Kieler Rohstoffwert Milch hat im September 2026 spürbar zugelegt. Er steigt um 10 % oder 3,9 Cent auf 42,6 Cent/kg an und überschreitet damit erstmals in diesem Jahr die 40-Cent-Marke. Getragen wurde der Anstieg von höheren Bewertungsansätzen für Butter und Magermilchpulver, wobei die Eiweißseite den stärkeren Impuls lieferte.
Die Erholung spiegelt sich auch in den Erzeugerpreisen wieder: Laut vorläufigen Daten der Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft (AMI) kletterte das bundesweite Milchgeld im August im Durchschnitt wieder auf 40,1 Cent/kg und überschritt damit ebenfalls wieder die 40-Cent-Marke.
Für den September deutet sich eine Fortsetzung des leichten Aufwärtstrends an. Erste Preismeldungen im Milchpreisvergleich von agrarheute zeigen, dass einige Molkereien ihre Auszahlungspreise für den September erneut angehoben haben.
Am Spotmarkt bleibt freie Milch von den Molkereien gut nachgefragt: In KW 39 lagen die Spotmilchpreise mit 45,5 Cent/kg im Norden und 46,0 Cent/kg im Süden weiterhin über dem Milchgeld.
Die deutsche Milchanlieferung ist im September weiter gefallen, lag aber immer noch über dem Vorjahresdurchschnitt. Die Milchauszahlungspreise werden vor allem durch die besseren Verwertungsmöglichkeiten der Molkereien gestützt.
Butter und Magermilchpulver treiben den Milchmarkt
Das zeigt sich auch an der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten. Dort setzten die Pulverpreise im September ihren Aufwärtstrend fort, allerdings mit geringerer Dynamik als zeitweise im August. Dafür ging es auch bei der Päckchenbutter deutlich nach oben.
Päckchenbutter notierte Ende September bei fester Nachfrage höher: Die Spanne stieg auf 4,35 bis 5,00 Euro/kg (+5 Cent am unteren, +15 Cent am oberen Ende). Blockbutter verharrte hingegen unverändert bei 4,15 bis 4,25 Euro/kg.
Am Käsemarkt verbilligte sich Allgäuer Emmentaler aus Rohmilch im unteren Preiskorridor auf 7,30 bis 7,90 Euro/kg (-40 Cent am unteren Ende), während Standard-Emmentaler und Viereckhartkäse auf 4,50 bis 6,40 Euro/kg zulegten.
Auch Milchpulver zeigte sich gefestigt: Magermilchpulver (Lebensmittelqualität) stieg auf 3,25 bis 3,33 Euro/kg.
EU-Milchpreise legen zu - aber Weltmarktpreise für Milchprodukte fallen
Auf EU-Ebene zeigte die Verwertungstendenz in den vergangenen Wochen ebenfalls nach oben. Die EU-Butterpreise kletterten laut EU-Kommission (KW 39) auf rund 425 Euro/100 kg (+2,4 % gegenüber dem 4-Wochen-Schnitt), während Magermilchpulver um 1,6 % zulegen konnte. Der durchschnittliche EU-Milchauszahlungspreis stieg im Juli auf 42,0 Cent/kg (+0,5 %); für August rechnen die Mitgliedstaaten mit einem leichten Plus auf 42,2 Cent/kg. Die EU-Milchanlieferung lag im Juni um 2,0 % über dem Vorjahresniveau.
Am internationalen Milchmarkt gab es zuletzt hingegen einen leichten Dämpfer. Bei der GDT-Auktion am 15. September sank der Handelsindex erstmals seit Anfang Juli wieder – und zwar um 1,1 %. Verluste gab es vor allem bei Butter (-5,7 %), Anhydrous Milk Fat (-3,0 %) und Vollmilchpulver (-0,8 %), während Magermilchpulver leicht um +0,1 % zulegen konnte.
Quelle: agrarheute
01.10.2026 (AMI) – Steigende Nachfrage, hohe Energie- und Transportkosten sowie zusätzliche Belastungen durch erhöhte Preise für CO2-Zertikate treiben die Düngemittelpreise nach oben. Für Oktober zeichnet sich eine Belebung der Nachfrage ab.
Im Oktober dürfte die Nachfrage nach Düngemitteln weiter anziehen. Nach der langen Phase geringer Kaufaktivität steigt mit fortschreitender Saison der Absicherungsdruck in der Landwirtschaft. Trotz des hohen Preisniveaus dürften daher weitere Mengen für die kommende Düngesaison kontrahiert werden. Eine umfangreiche Bevorratung ist angesichts der angespannten Liquidität vieler Betriebe allerdings nicht zu erwarten. Ob sich daraus tatsächlich eine generelle Warenknappheit entwickelt, bleibt offen. Während der Handel aufgrund niedriger Lagerbestände und eingeschränkter Produktionskapazitäten vor Versorgungsengpässen warnt, zeigt sich die Industrie zuversichtlicher. Die Produktion läuft, auch wenn teils eingeschränkt, sodass insgesamt ausreichend Ware verfügbar sein dürfte. Engpässe bei einzelnen Produkten oder Qualitäten sind dennoch nicht auszuschließen. Insbesondere bei schwefelhaltigen Düngemitteln dürfte die Versorgung nach dem erwarteten Produktionsstopp in Leuna stärker in den Fokus rücken. Die Preisentwicklung bleibt schwer vorhersehbar. Neben Angebot und Nachfrage bestimmen zunehmend Energiepreise, internationale Warenströme und geopolitische Entwicklungen das Marktgeschehen. Für die Landwirtschaft bedeutet dies, dass frühere saisonale Preismuster nur noch eingeschränkt Orientierung bieten.
Quelle: AMI
02.10.2026 (AMI) – Die Erzeugerpreise für konventionell erzeugte Milch haben im August leicht zugelegt. Getragen wurde diese Entwicklung von einer Erholung an den Produktmärkten, die auch durch den hitze- und trockenheitsbedingten Rückgang der Milchanlieferung gestützt wurde.
Die Milcherzeuger in Deutschland erhielten im August im bundesweiten Mittel rund 40,1 ct/kg für konventionell erzeugte Kuhmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß, so eine erste Hochrechnung der AMI. Damit setzte sich die im April eingesetzte Erholung der Milcherzeugerpreise fort, die lediglich im Juni kurzzeitig unterbrochen worden war. Das Vorjahresniveau wurde jedoch weiterhin deutlich unterschritten. Im August des vergangenen Jahres war mit 53,5 ct/kg ein Jahreshöchststand erreicht worden, bevor in den Folgemonaten ein deutlicher Preisrückgang einsetzte.
Hitzebedingte Angebotsverknappung stützte den Milchmarkt
Hinter der fortgesetzten Erholung der Erzeugerpreise stand eine für die Jahreszeit ungewöhnlich feste Entwicklung am Milchmarkt im Sommer. Während in der Ferienzeit normalerweise mit einer Abschwächung zu rechnen ist, blieben die Märkte diesmal weitgehend stabil. Ausschlaggebend waren vor allem die Auswirkungen von Hitze und Trockenheit in Teilen Europas. Der witterungsbedingte Rückgang der Milchmengen sowie niedrigere Fett- und Eiweißgehalte führten zeitweise zu einer spürbaren Verknappung des Rohstoffangebots. In der Folge zogen die Preise für Spotmilch und Konzentrate deutlich an. Auch wenn sich diese Ausschläge zwischenzeitlich im Zuge leicht abgekühlter Temperaturen abgeschwächt haben, glichen sie die übliche Sommerdelle am Milchmarkt weitgehend aus. Zugleich entwickelten sich auch die Produktmärkte fester: Butter, Magermilchpulver und Schnittkäse tendierten im Juli und August überwiegend stabil bis fester. Damit verbesserten sich die Verwertungsmöglichkeiten der Molkereien, was den Spielraum für höhere Auszahlungspreise im August vergrößerte.
Quelle: AMI
01.10.2026 (AMI) – Zum Monatsende war der deutsche Käsemarkt von einer anhaltend belebten Nachfrage bei knappem Angebot geprägt. Die hohen Absätze im Inland und die schmelzenden Lagerbestände wirkten niedrigeren Preisforderungen entgegen.
Der deutsche Käsemarkt zeigte Ende September kaum Veränderungen gegenüber dem bisherigen Monatsverlauf. Der hohe Warenfluss in Richtung Lebensmitteleinzelhandel hielt an, welcher unter anderem durch Angebotsaktionen zusätzlich stimuliert wurde. Daneben meldete auch der GV-Bereich weiterhin Bedarf, wozu auch die für diese Jahreszeit sonnigen und warmen Außentemperaturen beitrugen. Die Industrie rief kontrahierte Ware zuverlässig in geplantem Umfang ab.
Auch die Angebotsseite wies weiterhin keine Veränderung auf: Die Lagerbestände schmolzen im Zuge der umfangreichen Auslieferungsmengen weiter ab und die Ware verließ in einer jungen Altersstruktur die Werke. Aufgrund lukrativer Verwertungsmöglichkeiten in anderen Produktsparten floss der verfügbare Rohstoff vermehrt in andere Verarbeitungsrichtungen und weniger in die Käsereien. Die Ware reichte dementsprechend aus, um bestehende Kontrakte zu beliefern, für kurzfristige Anfragen oder zur Teilnahme am Spotgeschäft reichte sie jedoch zumeist nicht aus.
Vor diesem Hintergrund stellte sich das Preisgefüge anhaltend fest dar. Für den Oktober konnten dem Vernehmen nach weitere Preiserhöhungen erzielt werden. Die Notierungskommission in Hannover hob die Spanne für Brotware am 30.09.26 gegenüber der Woche zuvor im Mittel um 5 ct auf 3,60 bis 3,80 EUR/kg an. Blockware wurde mit 3,40 bis 3,65 EUR/kg auf Vorwochenniveau fortgeschrieben.
Quelle: AMI
Die Kaufpreise für Agrarfläche haben sich in Deutschland binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Auch für Pachtflächen müssen Landwirte immer mehr Geld bezahlen. Eine Thünen-Analyse zeigt: Dahinter steht kein einzelner Preistreiber, sondern das Zusammenwirken mehrerer Faktoren - darunter knappe Fläche, betriebliches Wachstum, niedrige Zinsen, rechtliche Vorgaben und zusätzliche Nachfrage.
In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Kaufpreise für landwirtschaftliche Flächen in Deutschland mehr als verdoppelt: von 16.381 Euro/ha im Jahr 2014 auf durchschnittlich 35.636 Euro/ha im Jahr 2024. Das entspricht einem Anstieg um 118 Prozent.
Auch die Pachtaufwendungen der Haupterwerbsbetriebe legten im Mittel der 15 Wirtschaftsjahre 2008/09 bis 2022/23 rund 150 Euro auf zuletzt 390 Euro/ha Pachtfläche zu.
Die Gründe für den starken Anstieg der Bodenpreise nennt eine Untersuchung von Heiko Hansen und weiteren Wissenschaftlern des Thünen-Instituts. Nicht ein einzelner Faktor treibt die Preise. Mehrere Faktoren erhöhen zugleich die Nachfrage nach Fläche und die Zahlungsbereitschaft der Käufer und Pächter.
Technischer Fortschritt treibt Nachfrage nach Agrarflächen
Ein grundlegender Treiber ist der technische Fortschritt. Landwirtschaftliche Betriebe können heute mit moderner Technik, höherer Arbeitsproduktivität und effizienteren Produktionsverfahren deutlich größere Flächen bewirtschaften als früher. Damit steigen auch die Möglichkeiten zum Betriebsgrößenwachstum.
Wo Betriebe wachsen wollen, benötigen sie zusätzliche Hektare. Bei begrenztem Angebot führt das zu mehr Wettbewerb um Pacht- und Kaufflächen. Die Thünen-Autoren nennen den technischen Fortschritt und die damit verbundenen Wachstumsmöglichkeiten daher als einen grundlegenden Treiber steigender Bodenpreise. Hinzu kommen verschiedene andere Faktoren.
Niedrige Zinsen erhöhen Kaufpreise für Ackerland
Besonders stark wirkte die langjährige Niedrigzinsphase auf den Kaufmarkt. Seit 2008 fielen die Kreditzinsen deutlich und erreichten Anfang 2022 ihren Tiefpunkt. Je niedriger der Zinssatz, desto höher der rechnerische Wert des Bodens.
Das Rechenbeispiel der Studie verdeutlicht den Hebel: Bei einer erwarteten Grundrente von 500 Euro je Hektar ergibt sich bei 2 Prozent Zinsen ein theoretischer Bodenwert von 25.000 Euro je Hektar. Sinkt der Zinssatz auf 1,5 %, klettert der Barwert auf über 33.000 Euro/ha. Niedrige Finanzierungskosten erhöhen die Zahlungsfähigkeit potenzieller Käufer –
und machen Boden als Anlage attraktiver. Zudem fehlten über Jahre hinweg sichere Anlagealternativen, weshalb Boden als wertbeständiges Investitionsgut immer attraktiver wurde. Zwar sind die Zinsen seit 2023 wieder gestiegen. Der preistreibende Effekt der langen Niedrigzinsphase wirkte aber über viele Jahre.
Düngeverordnung erhöht Nachfrage nach Flächen
In viehstarken Regionen ist Boden nicht nur Produktionsgrundlage für Futter oder Marktfrüchte. Zusätzliche Hektare können auch nötig sein, um Wirtschaftsdünger regelkonform auszubringen und den Tierbestand abzusichern. Die Düngeverordnung erhöht bei knapper Flächenausstattung deshalb die Nachfrage nach zusätzlichen Flächen.
Betriebe mit Nährstoffüberschüssen können Wirtschaftsdünger abgeben, weitere Flächen pachten oder kaufen oder den Tierbestand verringern. Zusätzliche Fläche kann damit wirtschaftlich sinnvoll sein, selbst wenn sie sich nicht allein über den direkten Flächenertrag rechnet. Die Novellen der Düngeverordnung 2017 und 2020 haben diesen Druck in manchen viehstarken Regionen erhöht.
Steuerrecht kann Bodenpreise und Flächennachfrage erhöhen
Auch das Steuerrecht kann die Zahlungsbereitschaft für Boden erhöhen. Viehhaltende Betriebe benötigen eine ausreichende Flächenausstattung, um ihre Einkünfte weiter als landwirtschaftlich und nicht als gewerblich einordnen zu lassen. Bei hoher Viehdichte kann das den Anreiz verstärken, Flächen hinzuzupachten oder zu kaufen.
Eine weitere Rolle spielt § 6b Einkommensteuergesetz. Er ermöglicht es Betrieben, Gewinne aus dem Verkauf von Flächen unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich begünstigt in Ersatzinvestitionen wie Boden oder Gebäude zu übertragen. Wer beispielsweise Ackerland für Siedlungs- oder Verkehrsprojekte hochpreisig verkauft hat, kann dadurch unter Zeitdruck geraten, in neue Flächen zu investieren. Je näher das Ende der Reinvestitionsfrist rückt, desto höher kann die Bereitschaft sein, beim Bodenkauf mehr zu zahlen.
Förderung und Flächenknappheit treiben Pacht- und Bodenpreise
Die staatliche Förderung der Bioenergie erhöhte über Jahre die Nachfrage nach Biomasse und damit nach Ackerflächen Auch die flächenbezogenen Direktzahlungen der EU haben nach Einschätzung der in der Studie zitierten Forschung zu höheren Pachten beigetragen. Ein Teil dieser Zahlungen wurde über die Jahre an die Verpächter weitergegeben und in den Pachtforderungen eingepreist.
Hinzu kommt der Flächenverbrauch für Siedlung, Gewerbe, Verkehr und andere nichtlandwirtschaftliche Nutzungen. Wo weniger Fläche verfügbar ist, verschärft sich der Wettbewerb zwischen den verbliebenen Nachfragern. Dieser Effekt ist laut Studie besonders in Ballungsräumen relevant.
Investoren am Bodenmarkt: Wie stark steigen dadurch die Preise?
Außerlandwirtschaftliche und überregional aktive Investoren sind vor allem auf dem Kaufmarkt relevanter geworden. Agrarland gilt als vergleichsweise wertbeständige Anlage. Wie stark diese Käufergruppe die Preise in einzelnen Regionen tatsächlich erhöht, lässt sich laut Thünen-Institut aber nicht pauschal beziffern. Es fehlen umfassende Daten zu Eigentumsverhältnissen und Investitionen.
Die Thünen-Analyse zeigt: Hohe Bodenpreise sind Ergebnis eines harten Wettbewerbs um knappe Fläche. Erfolgreiche und wachsende Betriebe können hohe Preise wirtschaftlich eher tragen. Steuer- und Umweltrecht, niedrige Zinsen, Förderung, Flächenverbrauch und Anlageinteressen erhöhen die Zahlungsbereitschaft zusätzlich. Für Betriebe ohne entsprechende Flächenwertschöpfung wird es dadurch immer schwieriger, am Pacht- und Kaufmarkt mitzuhalten.
Quelle: agrarheute
Der Strukturwandel lässt Frankreichs Milchvieh- und Mutterkuhhaltung weiter schwinden: Die Zahl der Halter ist binnen zehn Jahren um 28,0 %, der Bestand um 14,7 % auf 6,4 Mio. Kühe gesunken.
In Frankreich verlieren die Milchvieh- und die Mutterkuhhaltung immer weiter an Bedeutung. Wie aktuelle Zahlen des Statistischen Dienstes beim Pariser Landwirtschaftsministerium (Agreste) zeigen, ist der Gesamtbestand der Betriebe mit mindestens zehn Tieren innerhalb von zehn Jahren um rund 14,7 % geschrumpft.
2015 umfasste diese Herde noch rund 7,5 Mio. Kühe, im Jahr 2025 waren es nur noch 6,4 Mio. . Laut den Statistikern wurde der Bestand in diesem Zeitraum durchschnittlich um 1,6 % pro Jahr abgebaut. 2025 wurden nach den Zahlen des Statistischen Dienstes etwa 3,3 Mio. Milch- und 3,1 Mio. Mutterkühe gehalten.
Fast 16 % weniger Kühe
Zurückgefahren worden ist in Frankreich vor allem die Milchproduktion. Der Milchviehbestand wurde im Berichtszeitraum um 15,9 % verkleinert, während die Mutterkuhherde nur um 13,4 % schrumpfte. Von den 2015 in diesem Betriebszweig aktiven Landwirten hatten zehn Jahre später 37,5 % die Mutterkuhhaltung aufgegeben; bei den Milchviehhaltern belief sich diese Quote auf 27,7 %.
Allerdings scheint die Mutterkuhhaltung weiterhin gewisse Perspektiven zu bieten. Dass die Milchviehherde trotz einer geringeren „Ausstiegsquote“ stärker geschrumpft ist, erklären die Statistiker mit Unterschieden in der Herdengröße sowie dem vergleichsweise hohen Anteil an Landwirten, die in die Mutterkuhhaltung eingestiegen sind.
Konkret haben im Berichtszeitraum 6.488 Betriebe von der Milchvieh- zur Mutterkuhhaltung gewechselt, zugleich wurden 7.641 neue Mutterkuhherden aufgebaut. Bewegung in die Gegenrichtung war Agreste zufolge sehr viel seltener: Von den 2025 bestehenden Milchviehbetrieben waren 95,0 % zehn Jahre zuvor auch schon in diesem Geschäft tätig.
Zahl der Rinderhalter um 28 % gesunken
Wie schnell der Strukturwandel fortschreitet, zeigen auch die Betriebsstatistiken: Laut Agreste ging die Zahl der Kuhhalter mit mindestens zehn Tieren im Betrachtungszeitraum um 28,0 % auf 100.500 zurück. Bei den Milchviehhaltern belief sich das Minus auf 34,8%, bei den Mutterkuhhaltern auf 19,3 %.
Die Herden wurden zugleich vergrößert, und zwar bei den Milchbauern um 29,0% auf durchschnittlich 80,7 Kühe und bei den Mutterkuhhaltern um 7,4 % auf durchschnittlich 52,4 Kühe.
In der gesamten Europäischen Union wurden 2025 nach Angaben der gemeinschaftlichen Statistikbehörde Eurostat rund 71,58 Mio. Rinder gehalten. Spitzenreiter war Frankreich mit einer Herde von 16,24 Mio. Tieren, vor Deutschland mit 10,42 Mio. Rindern.
Quelle: topagrar
25.09.2026 (AMI) – Mit 129 Punkten lag der AMI-Rohstoffindex im September 2 % über dem Vormonatsniveau. Getragen wurde die Entwicklung von überwiegend festen Märkten, während sich die Lage am Fleischmarkt uneinheitlich zeigte.
Die Milchmengen gingen im September saisonbedingt weiter zurück, lagen aber noch über Vorjahr. Bei fester Nachfrage zogen die Preise für Konzentrat, Käse sowie Milch- und Molkenpulver weiter an; auch Formbutter verteuerte sich. Leichte Aufschläge bei den Milcherzeugerpreisen sind wahrscheinlich.
Die Getreidepreise entwickelten sich im September fester, der Kassamarkt blieb jedoch ruhig. Erzeuger und Käufer agierten zurückhaltend, während sich Mais wegen schwächerer Ertragserwartungen weiter befestigte. Am Rapsmarkt blieb die Entwicklung wechselhaft. In Deutschland stützten die schwache Ernte, das knappe Angebot und die geringe Verkaufsbereitschaft die Preise. Für die neue Aussaat sorgen Trockenheit und Rapserdfloh für Unsicherheit.
Die Schlachtschweinepreise brachen Mitte September deutlich ein. Hohe Stückzahlen, schwache Fleischnachfrage und ein überversorgter EU-Markt belasten weiter. Auch im Oktober bleibt die Lage schwierig. Der Schlachtrindermarkt verlief zunächst stabil. Bei Jungbullen könnte das knappe Angebot bald zu Preisaufschlägen führen, während bei Schlachtkühen der Preisdruck eher zunimmt.
Quelle: AMI
25.09.2026 (AMI) – Der Düngemittelmarkt kommt wieder in Bewegung. Steigende Nachfrage trifft auf vorsichtige Bevorratung und zunehmende Sorgen um die Warenverfügbarkeit – vor allem bei schwefelhaltigen Düngern.
Der deutsche Düngemittelmarkt befindet sich in einem angespannten Umfeld. Hohe Preise, Liquiditätsengpässe und die schlechte Stimmung in der Landwirtschaft bremsten die Kaufbereitschaft über Wochen. Inzwischen mehren sich jedoch die Anzeichen für eine Belebung. Aus mehreren Regionen werden seit einigen Wochen wieder verstärkte Abschlüsse gemeldet. Der zunehmende Zeitdruck und die Sorge um die Warenverfügbarkeit scheinen die Zurückhaltung allmählich zu überlagern. Die lange Phase geringer Nachfrage wirkt sich inzwischen auf die Warenversorgung aus. Nach Angaben von Marktteilnehmern wurde rund zwei Monate kaum Dünger gekauft, weshalb auch der Handel nur wenig Ware einlagerte. Seit etwa vier Wochen hat die Nachfrage jedoch deutlich angezogen. Der Handel bleibt angesichts der hohen Preise und Marktrisiken dennoch vorsichtig und ist kaum bereit, größere Mengen auf eigenes Risiko einzulagern. Auf der Angebotsseite gehen die Einschätzungen auseinander. Während Händler vor möglichen Warenlücken warnen, beurteilt ein Produzent die Versorgung weniger kritisch. Die Produktion läuft insgesamt weiter, wenn auch bei einigen Herstellern mit eingeschränkter Auslastung. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Versorgung mit schwefelhaltigen Düngemitteln. Marktteilnehmer rechnen fest mit einer Einstellung der Produktion in Leuna zum Monatsende und erwarten dadurch eine erhebliche Lücke. Als mögliche Bezugsquelle wird unter anderem China genannt. Damit verbunden sind allerdings lange Lieferzeiten, ein hoher logistischer Aufwand und Unsicherheiten hinsichtlich der Qualitäten. Alternative Schwefelquellen wie Ammonsulfatsalpeter (ASS) oder Kieserit könnten daher stärker in den Fokus rücken. Insgesamt bleibt der Düngemittelmarkt stark von weltpolitischen und energiewirtschaftlichen Entwicklungen geprägt. Marktteilnehmer weisen darauf hin, dass Deutschland auf den internationalen Düngemittelmärkten nur eine vergleichsweise geringe Nachfragemacht besitzt. Entsprechend begrenzt seien die Einflussmöglichkeiten des heimischen Handels und auch der deutschen Politik auf die internationale Preisbildung. Gleichzeitig hätten sich die Marktbedingungen seit Beginn des Ukrainekrieges grundlegend verändert. Frühere saisonale Preis- und Marktmechanismen seien daher nur noch eingeschränkt als Orientierung für Einkaufsentscheidungen geeignet.
Quelle: AMI
24.09.2026 (AMI) – Am Buttermarkt überwogen in der zweiten Septemberhälfte stabile bis festere Tendenzen.
In der zweiten Septemberhälfte wurde abgepackte Butter weiterhin rege nachgefragt. Die Hersteller zeigten sich mit den Abrufen sehr zufrieden; diese bewegten sich laut Berichten auf saisonüblichem Niveau. Auch die Anhebung der Verbraucherpreise im Lebensmitteleinzelhandel in der ersten Septemberhälfte hat die Verbrauchernachfrage bislang nicht spürbar gedämpft. Laut nationaler Verkaufsstatistik lag der Absatz etwas über dem Niveau der Vorwoche, blieb jedoch hinter dem hohen Ergebnis der Vorjahreswoche zurück.
Die Molkereiabgabepreise für geformte Ware lagen in der Berichtswoche unverändert auf dem in der ersten Septemberhälfte leicht erhöhten Niveau. Die Butter- und Käse-Börse in Kempten notierte für Formbutter am 23.09.26 eine Spanne von 4,30 bis 4,85 EUR/kg. Das waren am unteren Spannenende 30 ct mehr als in der Woche zuvor. Der Lebensmitteleinzelhandel hat den Verkaufspreis für den 250-Gramm-Ziegel Deutsche Markenbutter im Preiseinstiegssegment im Verlauf der 37. Kalenderwoche von 1,05 EUR auf 1,19 EUR angehoben. Damit zahlten die Verbraucher in der 39. Kalenderwoche 60 ct weniger für das Butterpäckchen als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Der Verbraucherpreis für den 250-Gramm-Ziegel Bio-Butter wurde im bisherigen Jahresverlauf noch nicht angepasst und lag seit Anfang November 2025 bei 2,69 EUR.
Quelle: AMI
24.09.2026 (AMI) – Durch das anhaltend hohe Milchaufkommen in der EU-27 stand den Molkereien in den ersten sieben Monaten des Jahres mehr Rohstoff für die Verarbeitung von Milcherzeugnissen zur Verfügung als im Vorjahreszeitraum. Das erhöhte Angebot wurde am Weltmarkt gut aufgenommen, sodass insbesondere Butter, Milchpulver und Käse spürbar mehr exportiert wurden.
Von Januar bis Juli 2026 wurde innerhalb der EU-27 deutlich mehr Milch angeliefert als im Vorjahreszeitraum. Das erhöhte Milchaufkommen wurde umfangreich in die Verarbeitung von Molkereiprodukten gelenkt, sodass die Herstellung der meisten Milcherzeugnisse das Vorjahresniveau in den ersten sieben Monaten des Jahres übertraf. Das erweiterte Exportangebot spiegelte sich darin wider, dass die EU die Ausfuhren von Milchprodukten im Vorjahresvergleich von Januar bis Juli überwiegend ausweitete. Insbesondere Magermilchpulver und Butter wurden umfangreicher am Weltmarkt abgesetzt, aber auch Käse wurde nennenswert mehr exportiert.
Käse aus der EU anhaltend beliebt
Das mengenmäßig bedeutendste Exportprodukt der EU-27 blieb auch in den ersten sieben Monaten von 2026 der Käse. Mit einem Volumen von knapp 864.000 t lieferte die europäische Gemeinschaft 6 % mehr Käse in Drittstaaten als im Vorjahreszeitraum. Die Mehrmengen wurden dabei in erster Linie von Japan und dem Vereinigten Königreich aufgenommen. Aber auch die Ukraine, Ägypten, Saudi-Arabien und Chile fragten mehr Ware nach als im entsprechenden Referenzzeitraum. Diese Zuwächse konnten den geringeren Bedarf aus Südkorea, der Dominikanischen Republik und Kuba mehr als ausgleichen.
Quelle: AMI
23.09.2026 (AMI) – Bei einzelnen Warengruppen bzw. Produkten im Frischebereich ziehen die Verbraucherpreise im September an. So ist es beispielsweise bei Kartoffeln, Gemüse und Butter. In der Summe kosten frische Lebensmittel dennoch weniger als vor einem Jahr.
Dem AMI-Frischeindex zufolge zahlen die Verbraucher in den ersten drei Septemberwochen 2,5 % weniger als im Vorjahr. Weiterhin sind es vor allem die günstigeren Molkereiprodukte, die diese Entwicklung verantworten.
Butterpreise haben angezogen
Am Buttermarkt war es auf der Endstufe nun länger ruhig geblieben. Zuletzt hatte es im April 2026 eine Preisanpassung gegeben. Seitdem war Deutsche Markenbutter im Preiseinstiegssegment für 1,05 EUR/250 g erhältlich. Im Laufe des Septembers änderte sich dies allerdings. Aktuell zahlen die Verbraucher 1,19 EUR für das 250 g Päckchen Deutsche Markenbutter. Die Verhandlungen waren anders als in den meisten Fällen zum Monatswechsel noch nicht ganz abgeschlossen, so dass die Preise erst im weiteren Verlauf angepasst wurden. Damit reagieren die Verbraucherpreise auf die Erhöhungen auf den vorgelagerten Stufen, denn unter anderem fällt der Fettgehalt in der Rohmilch geringer aus. Vor einem Jahr war der Butterpreis um 50 Ct/250 g auf 1,39 EUR abgestürzt. Zusammen mit der aktuellen Preiserhöhung hat sich der Abstand zum Vorjahr verringert. Die Teuerungsrate für Milch und Milchprodukte liegt in den ersten drei Septemberwochen bei -18,0 %. Ein Monat zuvor hatte sie noch bei -19,9 % gelegen.
Kartoffeln: Preisabstand vergrößert sich weiter
Die Kartoffelpreise liegen aktuell auf einem höheren Preisniveau als im Vorjahr. Grund hierfür ist die einerseits deutlich kleinere Ernte in diesem Jahr und andererseits die deutlich umfangreichere Ernte zuvor. Die Verbraucher zahlen nun 15,1 % mehr als im September 2025. Damit hat die Teuerungsrate weiter angezogen. Dies liegt allerdings vielmehr an Preisrückgängen vor einem Jahr, denn gegenüber dem Vormonat haben die Verbraucherpreise für Kartoffeln saisontypisch nachgegeben. Nach Eiern weisen Kartoffeln die höchste Teuerungsrate im Frischebereich auf. Während der aktuellen Saison werden sie einer der Haupttreiber der Lebensmittelteuerung bleiben, auch wenn ihr Anteil an den Ausgaben für Lebensmittel vergleichsweise gering ist.
Gemüse verteuert sich
Die Teuerungsrate für Gemüse hatte sich die Monate zuvor abgeschwächt. Nun ziehen allerdings die Preise für verschiedene Produkte wieder an. In der Summe zahlen die Verbraucher in den ersten drei Septemberwochen 13,2 % mehr als im Vorjahr. Vor allem bei Salaten (+9,9 %) und Fruchtgemüse (20,8 %) liegen die Preise deutlich über dem Vorjahr. Beispielsweise kosten Salatgurken in den ersten Septemberwochen 31,8 % mehr. Das Angebot fällt knapp aus, da aus der mitteleuropäischen Produktion, bedingt durch die lang anhaltend hohen Temperaturen, weniger Ware zur Verfügung steht. Gleichzeitig war der Markt vor einem Jahr gut aufgestellt, was ebenfalls den hohen Preisunterschied fördert. Die Hitze hat auch das Angebot an verschiedenen Salaten verknappt. So haben sich auch Kopf- und Eissalat gegenüber dem Vorjahr deutlich verteuert.
Quelle: AMI
17.09.2026 (AMI) – Nach den durchgängig rückläufigen Tendenzen im ersten Halbjahr von 2026 wurde die Abwärtsbewegung bei den Milcherzeugerpreisen in der EU-27 im Juli unterbrochen. Der Durchschnittspreis für Rohmilch stieg im Vergleich zum Vormonat wieder leicht an. Das hohe Vorjahresniveau wurde in den meisten Mitgliedstaaten jedoch weiterhin deutlich verfehlt.
Die Erzeugerpreise für Kuhmilch in der EU-27 gaben im ersten Halbjahr von 2026 durchgängig nach. Damit setzte sich der seit Oktober 2025 vorherrschende Abwärtstrend fort. Zu Jahresbeginn lag der EU-weit durchschnittliche Erzeugerpreis für Kuhmilch mit natürlichen Inhaltsstoffen laut EU-Kommission noch bei knapp 45,2 ct/kg. In den Folgemonaten ist er sukzessive gesunken und erreichte im Juni 41,9 ct/kg. Innerhalb von sechs Monaten verringerte sich der Milchpreis damit um gut 3,3 ct/kg. Auch das Preisniveau der Jahre 2024 und 2025 wurde dabei durchgehend unterschritten.
Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte wurde die Abwärtsbewegung jedoch unterbrochen. Im Juli 2026 zahlten die Molkereien in der EU-27 ihren Milchlieferanten im Durchschnitt knapp 42,1 ct/kg. Das war erstmals im bisherigen Jahresverlauf wieder ein marginaler Anstieg. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich die durchschnittliche Auszahlungsleistung um 0,2 ct/kg bzw. 0,5 %. Das Vorjahresniveau wurde jedoch weiterhin deutlich verfehlt: Im Vergleich zu Juli 2025 lag der EU-Milchpreis um 10,8 ct/kg niedriger. Auch das Niveau von 2024 wurde um 4,5 ct/kg unterschritten.
In der Kumulation der ersten sieben Monate von 2026 wurde nach Berechnungen der AMI auf Basis der Daten der EU-Kommission im EU-Durchschnitt ein Auszahlungspreis von 43,0 ct/kg erzielt. Im Vergleich zum hochpreisigen Vorjahreszeitraum entsprach das einem Rückgang um knapp 10,2 ct/kg bzw. 19,1 %.
Quelle: agrarheute
17.09.2026 (AMI) – Anfang September ging die bundesweite Milchanlieferung saisonal weiter zurück. Das Vorjahresniveau wurde anhaltend übertroffen.
In der ersten Septemberwoche entwickelten sich die Milchmengen in Deutschland saisonbedingt weiter rückläufig. Nach Berechnungen der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) ging die Milchanlieferung gegenüber der Vorwoche um 0,4 % zurück. Gleichzeitig erfassten die Molkereien damit bundesweit 1,6 % mehr Milch als in der Vorjahreswoche. In der Summe des Zeitraums seit Jahresbeginn übertrafen die Anlieferungsmengen das Vorjahresniveau um deutliche 5,2 %.
Quelle: agrarheute
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte sind erheblich niedriger als im vorigen Jahr. Das gilt sowohl für die wichtigsten pflanzliche Produkte wie Kartoffeln und Getreide, vor allem aber auch für die wichtigsten tierischen Erzeugnisse wie Milch, Schweine und Rinder. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.
Gleichzeitig explodieren die Kosten für die Landwirte und machen die Produktion unrentabel. Denn: denn die Preise für landwirtschaftliche Betriebsmittel wie Diesel, Dünger und Energie gehen gerade durch die Decke. In vielen Marktsegmenten – Schweine, Milch Getreide und Kartoffeln wirtschaftliche die Landwirte gerade mit Verlust. Und die Verbraucherpreise für Lebensmittel bleiben trotz der fallenden Rohstoffpreise oft hoch und bremsen so die Nachfrage der Verbraucher.
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im Juli 2026 um 13,7 % niedriger als im Juli 2025. Im Juni 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -13,9 % gelegen, im Mai 2026 ebenfalls bei -13,9 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Juli 2026 gegenüber Juni 2026 ganz leicht um 0,5 %.
Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse sanken im Juli 2026 um 4,4 % gegenüber Juli 2025, die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse fielen um 18,6 %. Im Vergleich zum Vormonat entwickelten sich die Preise für Produkte aus pflanzlicher und tierischer Erzeugung gegenläufig: Für pflanzliche Erzeugnisse sind die Preise im Juli 2026 erstmals seit Monaten wieder um 4,6 % im Vergleich zum Vormonat (zum Juni 2026) gestiegen, während die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse um weitere 1,9 % einbrachen.
Kartoffelpreise am Boden – Getreidepreise und Schwarzmeerkrise
Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 4,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die erneut gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im Juli 2026 um 45,4 % niedriger als im Juli 2025. Im Juni 2026 hatte die Vorjahresveränderung bei -35,9 % gelegen, im Mai 2026 bei -53,5 %. Gegenüber dem Vormonat Juni 2026 stiegen die Speisekartoffelpreise dagegen um 10,3 %.
Getreide war im Juli 2026 im Vergleich zum Juli 2025 hingegen erstmals wieder um 3,0 % teurer. Dies war die erste Preissteigerung im Vorjahresvergleich seit April 2025 (+8,9 % gegenüber April 2024) und ist auf die steigenden Preise wegen der Schwarzmeerkrise und der ausbleibenden Exporte aus Russland und der Ukraine zurückzuführen.
Die Preise für sogenannte Handelsgewächse insgesamt (wie Tabak, Hopfen, Baumwolle, Raps, Rübsen, Sonnenblumen, Soja, Leinsamen, Flachs, Hanf) lagen im Juli 2026 um 6,2 % höher als ein Jahr zuvor, darunter verteuerte sich Raps um 12,9 %. Die Preise für Futterpflanzen fielen um 1,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Die Erzeugerpreise für Obst waren im Juli 2026 um 26,6 % niedriger als ein Jahr zuvor. Preissenkungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -42,0 % und bei Erdbeeren mit -2,9 %. Die Preise für Gemüse stiegen binnen Jahresfrist um 10,4 %, wobei insbesondere Eissalat (+60,8 %), Gurken (+48,9 %) und Tomaten (+10,6 %) teurer waren. Preissenkungen waren hingegen unter anderem bei Blumenkohl und Spargel zu beobachten, die sich binnen Jahresfrist um 16,8 % beziehungsweise 2,0 % verbilligten. Die Preise für Wein waren im Juli 2026 um 0,7 % höher als im Juli 2025.
Preissturz bei Milch, Schweinen und Rindern
Der Preisrückgang für Tiere und tierische Erzeugnisse um 18,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die stark gesunkenen Preise für Milch zurückzuführen. Der Milchpreis war im Juli 2026 um 24,8 % niedriger als im Juli 2025. Im Vergleich zum Vormonat Juni 2026 stiegen die Preise für Milch leicht um 0,9 %.
Die Preise für Tiere lagen im Juli 2026 um 16,6 % niedriger als im Juli 2025. Maßgeblich dafür war der Preiseinbruch bei Schlachtschweinen um 25,7 %, auch bei Rindern sanken die Preise erstmals seit langem um 13,4 %.
Die Preise für Geflügel waren im Juli 2026 um ebenfalls 2,1 % niedriger als im Juli 2025. Ausschlaggebend hierfür war der Preisrückgang bei Hähnchen um 4,8 %. Bei Sonstigem Geflügel (Enten und Puten) kam es hingegen zu einem Preisanstieg um 1,9 %.
Bei Eiern kam es binnen Jahresfrist hingegen zu einer weiteren Preissteigerung von 9,2 %.
Kostenexplosion für Landwirte
Auf der Kostenseite der Landwirtschaft ist der Index der Einkaufspreise landwirtschaftlicher Betriebsmittel (ohne Umsatzsteuer) von April bis Juli 2026 weiter um 1,0 % gestiegen. Mit einem Stand von 136,6 (2020 = 100) lag er bei fallenden Erzeugerpreisen nochmals um 4,0 % über dem vorjährigen Vergleichsniveau, nachdem er im April 2026 um 1,9 % über, im Januar 2026 um 2,3 % über dem Vorjahresstand gelegen hatte.
Von April bis Juli 2026 verteuerten sich vor allem die Preise für Mischfuttermittel für Kälber (+5,0 %), Getreide und Mühlennachprodukte (+4,5 %), Schmierstoffe (+4,0 %), Ölkuchen und -schrot (+3,6 %) sowie Saat- und Pflanzgut (+3,3 %).
Preissenkungen konnten demgegenüber bei Insektiziden (-2,5 %), Heizstoffen (-0,9 %), elektrischem Strom (-0,8 %), Mischfuttermittel für Schweine (-0,3 %) sowie Einzelnährstoffdünger (-0,1 %) beobachtet werden. Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im August 2026 bei +2,9 %. Damit hat sich die Teuerung der Verbraucherpreise erneut leicht verstärkt, nachdem sie im Juli 2026 bei +2,8 % und im Juni 2026 bei +2,3 % gelegen hatte.
„Auch im August waren gestiegene Energiepreise hauptverantwortlich für die Gesamtteuerung“, sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis). „Besonders deutlich hat sich die vor allem durch den Iran-Krieg verursachte Teuerung der Energie bei den Kraftstoffen gezeigt“, so Brand. Im Vergleich zum Vormonat Juli 2026 stiegen die Verbraucherpreise insgesamt im August 2026 um 0,2 %.
Nahrungsmittel bleiben teuer – Energie auch
Die Preise für Nahrungsmittel blieben im August 2026 mit +0,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat nahezu unverändert (trotz fallender Erzeugerpreise), nach jeweils +0,4 % im Juli, Juni und Mai 2026.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren im August 2026 dennoch einige Nahrungsmittel deutlich teurer, unter anderem Eier (+15,2 %), frisches Gemüse (+5,2 %) sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+4,4 %).
Günstiger binnen Jahresfrist waren hingegen vor allem Speisefette und Speiseöle (-15,3 %, darunter Butter: -29,9 %), frisches Obst (-5,6 %) und Molkereiprodukte (-5,5 %).
Die Preise für Energieprodukte insgesamt lagen im August 2026 um 10,5 % höher als im August 2025. Damit verstärkte sich die Teuerung für Energie im August 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat erneut deutlich (Juli 2026: +8,3 %; Juni 2026: +3,4 %). Dies war der höchste Anstieg der Energiepreise seit über drei Jahren (Februar 2023: +19,1 % gegenüber Februar 2022).
Die seit dem Beginn des Iran-Kriegs auf dem Rohölmarkt beobachtete Preisentwicklung machte sich für die Verbraucherinnen und Verbraucher auch im August 2026 an den Tankstellen bemerkbar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verteuerten sich Kraftstoffe um 27,7 % (Juli 2026: +23,0 %).
Mit Material von destatis.de
Quelle: agrarheute
10.09.2026 (AMI) – Im ersten Halbjahr dieses Jahres stand den Molkereien in der EU-27 spürbar mehr Milch zur Verfügung als im Vorjahreszeitraum. Die zusätzlichen Mengen wurden vorrangig in die Herstellung von Magermilchpulver, Butter, Frischprodukten und Käse gelenkt. Rückgänge zeigten sich dagegen bei Vollmilchpulver und Kondensmilch.
In der EU-27 erfassten die Molkereien von Januar bis Juni 2026 knapp 77,6 Mio. t Milch und damit 3,4 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die zusätzlich verfügbare Milch wurde in der ersten Jahreshälfte teilweise in andere Produktionsrichtungen gelenkt als ein Jahr zuvor. Laut Veröffentlichungen der EU-Kommission flossen die Mehrmengen vor allem in die Herstellung der gefragten Produkte Butter, Käse und Magermilchpulver.
Nennenswerte Anstiege bei Magermilchpulver und Butter
Die EU-weite Herstellung von Magermilchpulver konnte im Zeitraum von Januar bis Juni 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,1 % ausgeweitet werden. Insbesondere Deutschland und Polen stellten nennenswerte Mehrmengen her. Aber auch in Frankreich, Portugal und Dänemark wurde mehr Rohstoff zu Magermilchpulver verarbeitet.
Bei Butter wurde das Niveau des ersten Halbjahres 2025 ebenfalls deutlich übertroffen. Der EU-weite Zuwachs betrug 9,2 %. Neben Deutschland weiteten auch Frankreich, Irland und Polen ihre Produktionsmengen spürbar aus. Mehr Milch wurde zudem in die Herstellung von Frischprodukten gelenkt. Die Produktion belief sich innerhalb der Gemeinschaft auf knapp 4,3 Mio. t und übertraf damit das Vorjahresergebnis um 4,7 %. Zusätzliche Mengen kamen vor allem aus Polen, Österreich, Spanien und Frankreich. Rumänien, Tschechien und Portugal verzeichneten aber ebenfalls höhere Produktionsmengen. In Deutschland lag die Herstellung dagegen lediglich um 0,6 % über dem Vorjahresniveau und für Belgien wies die Statistik rückläufige Mengen aus.
Quelle: AMI
10.09.2026 (AMI) – An den Pulvermärkten haben sich die Aktivitäten in der Berichtswoche teilweise beruhigt, die Preise tendierten jedoch weiterhin fester. Dadurch wurden produktübergreifend nochmals neue Jahreshöchststände bei den Notierungen erreicht.
Am Markt für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität hat sich die Lage in der zweiten Septemberwoche etwas beruhigt, nachdem die Vorwochen von einer spürbaren Belebung gekennzeichnet waren. Das allmähliche Ausklingen der Ferienzeit sowie die saisonbedingt rückläufige Milchanlieferung hatten zu deutlich belebteren Geschäftsaktivitäten und anziehenden Preisen geführt. In der Berichtswoche schienen die Einkäufer und Händler dementsprechend weitestgehend bevorratet zu sein und agierten bei weiteren Abschlüssen, vor allem für spätere Termine, abwartend. Auch kurzfristig wurde kaum Ware umgesetzt. Dazu trug auch bei, dass in den Werken kaum Ware für kurzfristige Anfragen zur Verfügung stand. Die umfangreichen Abschlüsse der vorangegangenen Wochen und das saisonal rückläufige Milchangebot hatten die Verfügbarkeit von Magermilchpulver verringert. Vor diesem Hintergrund bestand auch auf Herstellerseite kein Verkaufsdruck.
Die Notierung reagierte in der Berichtswoche zeitverzögert auf die Preisanstiege in den vergangenen Wochen und stieg im Vergleich zur Vorwoche nochmals an. An der Butter- und Käse-Börse in Kempten wurde für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität am 09.09.26 eine Spanne von 3.150 bis 3.270 EUR/t notiert. Damit wurde das untere Spannenende im Vorwochenvergleich um 20 EUR und das obere um 45 EUR angehoben. Die Notierung erreichte somit einen neuen Jahreshöchststand.
Quelle: AMI
03.09.2026 (AMI) – Die konventionellen Milcherzeugerpreise legten im Juli geringfügig zu. Auch für die kommenden Monate rechnet die AMI vor dem Hintergrund der teils deutlich rückläufigen Anlieferungsmengen mit leicht festeren Preistendenzen.
Grundlage für den leichten Anstieg bildeten die in den vergangenen Monaten teils anziehenden Preise für die Verarbeitungsprodukte. Allerdings waren die Verläufe je nach Produkt und Zeitpunkt sehr unterschiedlich. So stieg die Leitverwertung aus Butter und Magermilchpulver bis April stetig an, wobei vor allem die Eiweißseite die treibende Kraft war. Im Mai und Juni kam es zu Korrekturen nach unten. Erst mit den hitze- und virusbedingten Rückgängen der Milchanlieferung im Sommer setzten erneut steigende Tendenzen ein. Das knappere Rohstoffangebot führte vor allem an den Spotmärkten zu deutlichen Zuwächsen, aber auch Käse erholte sich nach einer zwischenzeitlichen Delle.
Dementsprechend kam es auf Ebene der Milcherzeugerpreise im Juli zu uneinheitlichen Entwicklungen. Je nach Produktportfolio der Molkereien waren nochmals leichte Aufschläge möglich. Nach ersten Hochrechnungen der AMI zahlten die Molkereien in Deutschland für konventionell erzeugte Milch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß durchschnittlich knapp 39,5 ct/kg. Das entsprach einem Plus von 0,5 ct/kg gegenüber dem Vormonat. Nach der stabilen Entwicklung im Juni setzte sich damit die leichte Aufwärtstendenz aus April und Mai fort. Der Rückstand gegenüber dem Vorjahr verringerte sich im Juli auf 13,9 ct/kg. Grund dafür waren der aktuelle leichte Preisanstieg sowie die im Juli 2025 nahezu stabile Preisentwicklung.
Im Zeitraum von Januar bis Juli 2026 erhielten die Milcherzeuger im bundesweiten Schnitt knapp 38,7 ct/kg für ihren konventionell erzeugten Rohstoff. Das waren gut 14,3 ct/kg bzw. 27,0 % weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Trotz der rückläufigen Tendenzen ab Herbst 2025 dürfte es in den verbleibenden Monaten schwer werden, diesen Rückstand aufzuholen. Im Mittel von 2026 wird daher das im langfristigen Vergleich überdurchschnittlich hohe Jahresergebnis von 2025 nicht erreicht werden.
Quelle: AMI