
Die Wiehengebirgsmolkerei (Wiemo) wurde 1929 gegründet und wurde als Privatmolkerei in der dritten Generation geführt. Die Molkerei liegt am Rande des namensgebenden Wiehengebirges. Das Milcheinzugsgebiet umfasste die Weserniederungen und die Hänge des Wiehengebirges im Kreis Minden-Lübbecke sowie Gebiete aus dem angrenzenden Niedersachsen sowie des Münsterlands. Eine private Molkerei in Westfalen hatte Ende 2024 Insolvenz angemeldet. Die Molkerei hatte hohe Schulden bei den Milchbauern. Bis 2025 wurde der Geschäftsbetrieb abgewickelt. Nun hat sich doch noch ein Investor gefunden, der die Molkerei retten will. Als Neustart ist Anfang 2027 geplant. Es sollen Millionen in den Standort investiert werden.
Das Unternehmen Yömilch plant, die insolvente Wiemo-Molkerei zu übernehmen und Millionen in den Standort in Unterlübbe zu investieren. Mit der Yömilch GmbH mit Sitz in Brandenburg steht ein Investor bereit, Millionen sollen fließen, Arbeitsplätze entstehen – ein Neustart ist für das Jahr 2027 beginnen. Yömilch ist auf die Herstellung und den Vertrieb von hochwertigen Bio-Milchprodukten spezialisiert. Die Produktpalette umfasst eine Vielzahl von Bio-Milchprodukten, darunter frische Milch, Joghurt, Käse und weitere Molkereiprodukte. Die WIEMO Wiehengebirgs-Molkerei Unterlübbe KG aus Hille hat nach dem am 7. November 2024 gestellten Insolvenzantrag nun offenbar doch einen Käufer gefunden, um den Betrieb der Molkerei fortzuführen. Der Geschäftsbetrieb wurde nach der Eröffnung des Insolvenzverfahren zunächst durch die PLUTA Rechtsanwalts GmbH in vollem Umfang fortgeführt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Schorisch von PLUTA führte den Betrieb.
Die 1929 gegründete Molkerei wurde in dritter Generation vom Enkel des Firmengründers geführt. Das Unternehmen produzierte aus Rohmilch, die vornehmlich aus dem Kreis Minden-Lübbecke, Niedersachsen und dem Münsterland bezogen wurden, Milchprodukte wie Vollmilch, Sahne, Saure Sahne, Schmand, Creme Fraiche, Joghurt und Quark aber auch kundenspezifische Spezialitäten.
Gründe für die Insolvenz – und Schulden bei den Landwirten
Die 1929 gegründete Molkerei war in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und hatte 2024 einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Bielefeld gestellt. Landwirte äußerten damals scharfe Kritik am Wiemo-Geschäftsführer. Für die betroffenen Milchbauern waren die Auswirkungen dramatisch. Etliche Landwirte, die die Molkerei belieferten, sahen sich in ihrer Existenz bedroht. Es ging um Millionenbeträge, berichtete das Mindener Tageblatt.
Die Landwirte kritisieren vor allem den Wiemo-Chef. Ein Milchlieferant hatte beispielsweise dem Mindener Tageblatt mitgeteilt, dass er finanzielle Forderung in Höhe von über 200.000 Euro gegen die Wiemo hat. Trotz eines Wechsels zu Frischli waren diese Außenstände bei der Insolvenz noch offen. Bereits 2022 gab es größere Außenstände bei den Milchgeldzahlungen an die Landwirte. Milchbauern berichteten damals, dass ihnen die Milchgelder von mehreren Monaten nicht gezahlt worden waren. Das Unternehmen kündigt immer wieder an, seine Schulden begleichen zu wollen.
Die Molkerei hatte sich aber offenbar schon länger in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage befunden, die dann in der Pleite gipfelte. Dann hat die Wiehengebirgs-Molkerei Unterlübbe KG (Wiemo) aus Hille einen Insolvenzantrag gestellt. Das zuständige Amtsgericht Bielefeld hat darauf am 7. November die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Gesellschaft angeordnet und Rechtsanwalt Frank Schorisch (Pluta) zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.
Hintergrund zur Wiehengebirgsmolkerei
Die Wiehengebirgsmolkerei (Wiemo) wurde 1929 gegründet und wurde als Privatmolkerei in der dritten Generation geführt. Die Molkerei liegt am Rande des namensgebenden Wiehengebirges. Das Milcheinzugsgebiet umfasste die Weserniederungen und die Hänge des Wiehengebirges im Kreis Minden-Lübbecke sowie Gebiete aus dem angrenzenden Niedersachsen sowie des Münsterlands. Jährlich liefern gut 300 Landwirte etwa 45 Millionen Kilogramm Rohmilch an die Molkerei.
Aus diesem Rohstoff wurden Milchprodukte wie Sahne, Vollmilch, Quark sowie einige Spezialitäten hergestellt. Die Distribution der Ware erfolgt durch einen eigenen Fuhrpark, der aber nach der Insolvenz verkauft wurde.
Das Vertriebsgebiet lag im lokalen Bereich, also vornehmlich im Kreis Minden-Lübbecke sowie der angrenzenden niedersächsischen und ostwestfälischen Region. Die Molkerei stellte im November 2024 den Insolvenzantrag beim Amtsgericht Bielefeld.
Der Geschäftsbetrieb wurde zunächst mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters in vollem Umfang fortgeführt. Seit Januar 2025 war der Betrieb dann komplett eingestellt. Der 11. Februar 2025 wurde als Liquidation benannt.
Quelle: agrarheute
26.03.2026 (AMI) – In den Mitgliedstaaten der EU-27 entwickelten sich die Bestände von Milchkühen im Jahr 2025 uneinheitlich. In der Summe ergab sich dadurch ein kleineres Minus als im Jahr zuvor, der Abwärtstrend der Kuhzahlen setzte sich aber weiter fort.
Im Jahr 2025 wurden innerhalb der EU-27 nach Angaben der EU-Kommission insgesamt knapp 19,1 Mio. Milchkühe gehalten. Das waren rund 136 Tsd. Tiere weniger als 2024. Der prozentuale Rückgang gegenüber dem Vorjahr belief sich auf 0,7 %. Damit hat sich der seit dem Jahr 2016 fortlaufende Abwärtstrend zwar fort gesetzt, das Minus fiel aber im Vergleich zu den Vorjahren vergleichsweise gering aus. Insbesondere gegenüber der Abnahme, die sich von 2023 auf 2024 ergeben hatte. In diesem Zeitraum gingen die Bestände von Milchkühen um knapp 3,5 % zurück.
Innerhalb der Mitgliedstaaten entwickelten sich die Milchviehbestände uneinheitlich. Während 2024 noch nahezu flächendeckend Rückgänge zu verzeichnen waren, wurden 2025 immerhin in zehn Mitgliedstaaten der EU mehr Kühe gehalten als im Jahr zuvor. Eine Sortierung nach Größenordnung war dabei nicht zu beobachten, sowohl Länder mit umfangreichen Tierbeständen als auch Staaten mit bedeutend geringeren Tierzahlen gewannen Tiere dazu.
Quelle: AMI
26.03.2026 (AMI) – Das rege Kaufinteresse an Milchpulver hielt Ende März an. Die Trocknungskapazitäten waren weiterhin hoch ausgelastet. Für kurzfristige Lieferungen stand nur ein begrenztes Angebot zur Verfügung, wodurch die Preise ihren Aufwärtstrend fortsetzten. Der Konflikt am Persischen Golf stellte die Akteure vor allem vor logistische Herausforderungen.
Magermilchpulver in Lebensmittelqualität konnte auch Ende März in umfangreichem Maße am Markt platziert werden. Die Nachfrage zeigte sich lebhaft, wobei sich insbesondere das Exportgeschäft weiterhin als zentraler Absatzkanal erwies. Anbieter aus der EU waren gegenüber Wettbewerbern aus Ozeanien und den USA nach wie vor wettbewerbsfähig. Mit Iran und SaudiArabien sind zudem zwei bedeutende Exporteure von Magermilchpulver in den aktuellen NahostKonflikt am Persischen Golf involviert. Die militärischen Auseinandersetzungen in der Region stellen die Marktteilnehmer allerdings vor erhebliche logistische Herausforderungen.
Auf Herstellerebene gingen weiterhin Anfragen ein. Für kurzfristige Liefertermine war das Angebot jedoch begrenzt, da in den vergangenen Wochen hohe Warenausgänge zu verzeichnen waren und die Kontrakte überwiegend geschlossen wurden. Zudem sind die Trocknungskapazitäten aufgrund hoher Milchanlieferungen und der regen Absatzaktivität weitgehend ausgelastet. Abnehmer mit kurzfristigem Bedarf mussten daher höhere Preise akzeptieren.
Die Butter- und Käse-Börse in Kempten hat die Spanne für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität am 25.03.26 mit 2.720 bis 2.900 EUR/t festgestellt, womit sich der Preisanstieg weiter fortsetzte. Das untere Spannenende wurde gegenüber der Vorwoche um 70 EUR und das obere um 130 EUR heraufgesetzt.
Quelle: AMI
19.03.2026 (AMI) – Die Nachfrage am deutschen Käsemarkt zeigte sich Mitte März anhaltend belebt, die Jahreszeit brachte neue Impulse mit sich. Die Preise tendierten weiter fester.
Zu Beginn der zweiten Märzhälfte war der deutsche Käsemarkt weiterhin von hohen Warenausgängen geprägt. Die Nachfrage zeigte sich unbeirrt belebt, sowohl für kurzfristige als auch für langfristige Liefertermine. Die umfangreichen Bestellungen gingen innerhalb Deutschlands vor allem vom Lebensmitteleinzelhandel ein, aber auch die Industrie und der GV-Bereich orderten weiter hohe Mengen. Das nochmals belebtere Kaufinteresse wurde zum einen durch das beginnende Ostergeschäft gestützt, zum anderen führten die ersten sonnigen Tage zu neuen Impulsen. Damit einhergehend machte sich ebenfalls allmählich der Beginn der nahenden Urlaubszeit in Südeuropa bemerkbar. Dadurch kam es auch im Exportgeschäft zu umfangreichen Lieferungen und weiteren Anfragen. Im Drittlandsgeschäft bewegten sich die Ausfuhren stabil auf dem Niveau der vergangenen Wochen, auch wenn gewisse Unsicherheiten durch die militärische Eskalation im Persischen Golf sowie ein höherer Konkurrenzdruck aufgrund niedriger Käsepreise aus den USA spürbar waren. Die Notierungskommission in Hannover erhöhte am 18.03.26 die Spanne für Blockware gegenüber der Vorwoche im Mittel um 5 Ct auf 3,25 bis 3,45 EUR/kg. Die Notierung für Brotware wurde für die 12. Kalenderwoche ebenfalls angehoben. Im Vergleich zur Vorwoche wurde das untere Spannenende um 5 Ct erhöht, wodurch sich die neue Spanne auf 3,35 bis 3,60 EUR/kg belief.
Quelle: AMI
19.03.2026 (AMI) – Die Milchanlieferung innerhalb der EU-27 bewegte sich 2025, insbesondere im letzten Quartal, deutlich über dem Vorjahresniveau. Dadurch stand vor allem in erzeugerstarken Regionen oftmals mehr Rohstoff zur Weiterverarbeitung zur Verfügung. Die stärksten Produktionssteigerungen waren bei Butter und Magermilchpulver zu verzeichnen.
Die Milchanlieferung innerhalb der EU-27 überstieg im Jahr 2025 deutlich das Niveau des Vorjahres. Lediglich im ersten Quartal wurde das Vorjahresniveau verfehlt, im weiteren Jahresverlauf bestimmten stetig Zuwächse das Bild. Besonders im letzten Quartal von 2025 waren expansive Anstiege zu verzeichnen. Insgesamt ergab sich in der Summe von Januar bis Dezember 2025 ein schalttagsbereinigtes Plus gegenüber dem Vorjahr um 2,0 %. Vor allem ohnehin erzeugerstarke Mitgliedstaaten zeigten sich für die Mehrmengen verantwortlich.
Produktion von haltbaren Milcherzeugnissen ausgeweitet
Durch dieses expansive Milchaufkommen wurden die Mehrmengen an Rohstoff insbesondere verstärkt in die Produktionen haltbarer Produkte gelenkt. Die Herstellung von Butter verzeichnete im Jahr 2025 das deutlichste Plus. Im Vergleich zu 2024 wurde innerhalb der EU um 6,2 % oder absolut knapp 130 Tsd. t mehr hiervon produziert. Ein Großteil der Mitgliedstaaten stellte mehr Butter her als 2024, lediglich Belgien, Estland, Ungarn, die Niederlande und Portugal lenkten weniger Rohstoff in diese Verwertungsrichtung. Die mengenmäßig stärkste Ausweitung der Butterproduktion war in Deutschland mit einer Mehrmenge von knapp 44 Tsd. t zu verzeichnen. Prozentual war der Zuwachs in Spanien mit 38,4 % am größten. Ebenfalls deutliche Mehrmengen wurden in Dänemark, Irland, Frankreich und Polen hergestellt.
Quelle: AMI
Die Futterindustrie rechnet mit steigenden Futterpreisen. Der Grund: Der Energiepreis-Schock durch den Iran-Krieg verteuert Produktion und Logistik.
Diesel, Strom, Gas: Die durch den Krieg am Golf kurzfristig in die Höhe geschossenen Energie- und Logistikkosten werden für Landwirte über kurz oder lang steigende Mischfutterpreise nach sich ziehen. Das wurde heute (17.3.) auf der Jahrespressekonferenz des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT) deutlich.
DVT-Präsident Cord Schiplage wies darauf hin, dass die Hersteller von Misch- und Mineralfutter auf Strom, Gas und Öl beziehungsweise Diesel für die Logistik angewiesen seien. Die Unternehmen hätten zwar in den letzten Jahren gelernt, mit kurzfristigen Preisschwankungen umzugehen beziehungsweise sich gegen dieses Risiko abzusichern. Gleichwohl prognostizierte Schiplage, „perspektivisch werden durch die höheren Energie- und Logistikkosten auch die Futtermittelpreise steigen“.
Die Höhe des Preisaufschlags sei schwer vorherzusagen und hänge von der weiteren Entwicklung der Lage im Nahen Osten ab, meinte Schiplage. Insbesondere Produkte, die in Asien hergestellt und über internationale Seehandelsrouten nach Europa transportiert werden, könnten bei einer weiteren Eskalation von Verzögerungen oder Preissteigerungen betroffen sein.
Mischfutterproduktion wächst wieder
Im vergangenen Jahr konnte die deutsche Futtermittelindustrie im zweiten Jahr in Folge ihre Produktion steigern. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Mischfutterproduktion von 21,9 auf rund 22,5 Millionen Tonnen, das heißt um 2,9 Prozent. Das Rekordniveau von 24,1 Millionen Tonnen des Jahres 2020 wurde damit allerdings nicht erreicht.
Besonders deutlich fiel der Zuwachs auf 6,7 Millionen Tonnen (+ 250.000 Tonnen) beim Rinderfutter aus, und dies trotz eines weiter sinkenden Rinderbestands.
Auch die Herstellung von Schweinefutter legte trotz rückläufiger Mastschweinehaltung zu um 1,6 Prozent auf 8,4 Millionen Tonnen. Zur Erklärung verwies Schiplage auf eine Zunahme der Zahl an Jungschweinen unter 50 kg Lebendgewicht um mehr als 13 Prozent und an Ferkeln. Die veröffentlichten Zahlen basieren auf Daten von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).
Importabhängig und teuer: Futterbranche warnt vor Engpässen
Der Umsatz der Futtermittelwirtschaft erreichte im vergangenen Jahr 9,8 Milliarden Euro, wovon 86 Prozent auf Mischfutter entfielen. Die Zahl der Futtermühlen sank 2024/25 um vier auf 260 Betriebe.
Schiplage warnte vor dem gestiegenen Risiko von Unterbrechungen der globalen Lieferketten und der teilweise sehr hohen Abhängigkeit von Importen, etwa bei Vitaminen oder Aminosäuren. Der DVT fordert von der EU-Kommission Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der Produktion von wichtigen Zusatzstoffen in Europa. Einfuhrzölle sind dabei nach Einschätzung des Wirtschaftsverbandes allerdings nicht die richtige Lösung, weil die chinesischen Hersteller die Zölle einfach einpreisen könnten, ohne dass sich die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hersteller verbessert.
Bei der Aminosäure Lysin liegt die Importabhängigkeit der EU bei über 95 Prozent. Bei Vitaminen beträgt sie je nach Produkt zwischen 60 und mehr als 70 Prozent. Schiplage warnt: „Ein Mangel an Vitaminen oder Aminosäuren könnte die Tiergesundheit beeinträchtigen, Leistung und Reproduktion verringern und langfristig die europäische Produktion von tierischen Lebensmitteln gefährden
70 Euro mehr pro Tonne? Neue EU-Regeln verteuern Futter
Kritisch bewertete Schiplage die zunehmenden nationalen und europäischen Anforderungen an die Futtermittelindustrie. Dazu zählte der DVT-Präsident vor allem die EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR). Die europäische Futtermittelindustrie schätzt die zusätzlichen Kosten der Beschaffung von Soja auf rund 1,6 Milliarden Euro für den EUDR-bedingten Verwaltungsaufwand. Das entspricht umgerechnet einer Kostensteigerung von 50 bis 70 Euro pro Tonne Sojafutter, die letztlich von den Landwirten getragen werden muss. Schiplage lehnte eine erneute Verschiebung der EUDR ab. Stattdessen müssten die bestehenden Probleme konsequent und zeitnah gelöst werden.
Quelle: agrarheute
12.03.2026 (AMI) – In der ersten Monatshälfte war der deutsche Buttermarkt von einer belebten Nachfrage geprägt. Infolge umfangreicher Produktionsmengen stand dieser eine ausreichende Warenverfügbarkeit gegenüber.
Der Markt für abgepackte Butter zeigte sich in der ersten Märzhälfte sehr dynamisch. Fettreiche Produkte wie Butter profitierten von einer anhaltend lebhaften Nachfrage aus dem Lebensmitteleinzelhandel. Im Hinblick auf das nahende Osterfest Anfang April rechnen die Hersteller für die kommenden Wochen mit einer weiteren Belebung der Abrufe. An der Butter- und Käse-Börse in Kempten wurde die Notierung für Formware am 11.03.26 erstmals im aktuellen Jahr angehoben. Im Vergleich zur Vorwoche wurde das untere Spannenende um 10 Ct auf 3,75 bis 4,85 EUR/kg heraufgesetzt.
Mit Beginn des neuen Kontraktzeitraumes ab März sind die Molkereiabgabepreise für abgepackte Butter erstmals im Jahresverlauf gestiegen. Dies hat sich auch auf der Verbraucherebene niedergeschlagen. Zum Ende der 10. Kalenderwoche erhöhte der erste große Discounter seinen Ladenpreis für das 250-Gramm-Päckchen Deutsche Markenbutter im Preiseinstiegssegment von 0,99 EUR auf 1,19 EUR. In den folgenden Tagen zogen die weiteren Händler nach und hoben den Preis für das 250-Gramm-Päckchen ebenfalls um 20 Ct auf 1,19 EUR an. Somit kostete der Butterziegel zuletzt 80 Ct weniger als Anfang März 2025.
Quelle: AMI
Während die Milcherzeugerpreise im Februar erneut nachgeben, häufen sich am Markt die positiven Anzeichen für eine Wende. Die Talsohle könnte durchschritten sein, sagt Detlef Latka, MIV-Vorsitzender, im Rahmen des Milchforums am 13. März in Berlin. Doch die Milchmenge muss sinken, mahnt er. Landwirte sollten ihre Produktion drosseln.
Seit dem Herbst sind die Milcherzeugerpreise um bis zu 14 Cent/kg gefallen. Im Februar geben die Auszahlungspreise der Molkereien im Durchschnitt erneut nach. Doch es gibt positive Anzeichen: Erste Molkereien lassen ihre Preise im Februar bereits unverändert.
Zudem haben einige Molkereien angekündigt, das Milchgeld im März zu erhöhen, sagte Monika Wohlfarth, ZMB, im Rahmen des Berliner Milchforums. Während vom Milchmarkt positive Signale kommen, bleibt die hohe Milchanlieferungsmenge ein Problem, warnen Branchenvertreter.
Milchpreise: Talsohle durchschritten? Große Milchmenge belastet Preise
Vom Milchmarkt kommen positive Signale. Indikatoren wie die Börsennotierungen für Butter und Magermilchpulver oder die Auktionsergebnisse an der Global Dairy Trade (GDT) deuten auf eine Erholung hin. Detlef Latka, Vorsitzender des Milchindustrie-Verbandes (MIV), sieht darin Anzeichen für eine Trendwende. Die Branche hofft, dass die Talsohle durchschritten ist und die Preise im zweiten Halbjahr wieder anziehen werden.
Doch das hohe Milchangebot bleibe eine Belastung für die Preise. Seit Herbst 2025 produzieren deutsche Erzeuger monatlich rund 6 % mehr Milch als im Vorjahr.
Latka mahnt, um die Talsohle nachhaltig zu verlassen, müsse es „zu einer Reaktion bei den Milcherzeugern kommen und weniger gemolken werden“. Solange es seitens der Erzeuger keine fundamentale Anpassung der Milchmenge gebe, werde der Markt weiter volatil bleiben.
Erlöse für Landwirte sinken - Energiekosten steigen
Die wirtschaftliche Situation auf den Betrieben ist derzeit angespannt, betont Karsten Schmal, Vorsitzender des DBV-Fachausschusses Milch. Die hohen Gewinne der Vorjahre führten aktuell zumassiven Steuernachzahlungen und -vorauszahlungen, die nun auf sinkende Erlöse treffen. Dies löse laut Schmal kurzfristige Liquiditätsprobleme aus.
Zudem belasten internationale Konflikte, wie im Nahen Osten und in der Ukraine, die Energiekosten für Molkereien und Erzeuger gleichermaßen. Da die Milchverarbeitung sehr energieintensiv ist, schlagen volatile Energiepreise direkt auf die Kostenstruktur durch. Sie würden sich in steigenden Produktpreisen wiederfinden, je nach Produkt auch unabhängig von der Dauer der laufenden Kontrakte, so der MIV.
Gute Aussichten? Weltweiter Hunger auf Milchprodukte
Langfristig blickt Karsten Schmal durchaus optimistisch in die Zukunft der Milchwirtschaft. Laut Prognosen der Welternährungsorganisation (FAO) werde der weltweite Bedarf an tierischem Protein in den nächsten zehn Jahren gigantisch steigen. Allein bei Milch wird ein Mehrverbrauch von 150 Millionen Tonnen erwartet.
Um diesen Markt bedienen zu können, mahnt die Branche jedoch bessere Rahmenbedingungen für Investitionen in Deutschland an, insbesondere kürzere Genehmigungszeiten für moderne Tierwohlställe.
Quelle: agrarheute
Der durch Abnehmspritzen wie Ozempic und eiweißreiche Sportlernahrung befeuerte Trend greift um sich – mit Folgen für die Preise.
Die massenhafte Anwendung der „Abnehmspritze“ hat in den USA einen regelrechten Run auf Molkenderivate ausgelöst. Die Produktion von Molkenproteinkonzentrat hält trotz Rekordmengen mit der Nachfrage nicht Schritt. Die Preise steigen. Monika Wohlfarth von der Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) geht davon aus, dass der Ernährungstrend auf andere Länder übergreifen wird.
Ursprünglich war die Nachfrage nach hochprozentigen Molkenproteinkonzentraten durch die immer stärkere Verbreitung von eiweißreicher Sportlernahrung angeheizt worden, berichtete Wohlfarth beim 16. Berliner Milchforum vorige Woche in Berlin. Doch die Abnehmspritze ist zu einem zusätzlichen Treiber geworden.
Ernährungstrend zu hoch konzentrierten Molkenerzeugnissen
In den USA sollen Wohlfarth zufolge mittlerweile 15 % der Bevölkerung Ozempic und andere Abnehmerzeugnisse anwenden und sich in Verbindung mit diesen Medikamenten auch besonders proteinreich ernähren.
„Das hat die Nachfrage nach hoch konzentrierten Molkenerzeugnissen in den USA stark wachsen lassen“, erläuterte die ZMB-Geschäftsführerin. Das Angebot an Molkederivaten in den Staaten sei deshalb trotz steigender Produktion knapp.
Aktuell würden rekordhohe Preise für Molkenproteinkonzentrat bezahlt. „Und man sieht auch, dass dieser Trend auf andere Länder übergreift“, so Wohlfahrt.
Mit Material von AgE
Quelle: agrarheute
12.03.2026 (AMI) – Der deutsche Außenhandel mit Molkereiprodukten legte im Jahr 2025 weiter zu. Die EU und insbesondere Länder in Westeuropa blieben dabei der zentrale Absatzmarkt. Käse war weiterhin das mengenmäßig wichtigste Exportprodukt der deutschen Milchwirtschaft. Deutlich zulegen konnten zudem die Ausfuhren von Magermilchpulver.
Laut Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hat Deutschland im Jahr 2025 Milchprodukte im Warenwert von knapp 15,7 Mrd. Euro ins Ausland exportiert. Im Vorjahr belief sich der Auslandsumsatz noch auf 14,8 Mrd. Euro. Der EU-Intrahandel machte dabei den Großteil des Auslandsumsatzes aus. In beiden betrachteten Jahren lag er bei 74 %. Bedeutendster Handelspartner Deutschlands sind die Niederlande. Diese nahmen im Jahr 2025 Molkereiprodukte im Wert von 2,5 Mrd. Euro aus Deutschland ab und damit 0,3 Mrd. Euro mehr als im Jahr zuvor. Auch die zweit- und drittwichtigsten Abnehmer liegen innerhalb der europäischen Union. Italien führte Milchprodukte aus Deutschland im Wert von 1,8 Mrd. Euro ein und Frankreich im Wert von 1,1 Mrd. Euro. In Richtung China wurden in den Nach-Corona-Jahren 2021 bis 2023 aufgrund von Einfuhrbeschränkungen etwas weniger Milchprodukte exportiert als vor Corona. Seit 2025 zeigte sich das Reich der Mitte allerdings wieder zunehmend aufnahmefähig. Im Zuge dessen hat China mit Importen im Warenwert von rund 0,9 Mrd. Euro im vergangenen Jahr auch wieder Rang 4 der Top-Abnehmer deutscher Milchprodukte erklommen. Dicht darauf folgten zwei weitere EU-Mitgliedstaaten, Belgien und Österreich.
Quelle: AMI
Von der Anpassung der gesetzlichen Rente profitieren auch Landwirtinnen und Landwirte im Rentenalter.
Rentnerinnen und Rentner können sich auch in diesem Jahr auf ein kräftiges Plus freuen. Wie das Bundesarbeitsministerium unter Berufung auf Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) und der Deutschen Rentenversicherung Bund mitteilte, steigen die Renten zum 1. Juli 2026 bundesweit um 4,24 %.
Die Rentenanpassung liegt damit im fünften Jahr in Folge im Bereich der 4-%-Marke. Sie gilt auch für Renten in der Alterssicherung der Landwirte (AdL) sowie in der Landwirtschaftlichen Unfallversicherung (LUV). Die landwirtschaftlichen Renten sind an die in der gesetzlichen Rentenversicherung geknüpft.
Kopplung an die Entwicklung der Löhne
„Die gute Lohnentwicklung führt erneut zu einer spürbaren Rentenanpassung, mit der die Verlässlichkeit der gesetzlichen Rente zum Ausdruck kommt“, erklärte Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas. Durch die Kopplung der Renten an die Löhne werde sichergestellt, dass die Rentnerinnen und Rentner an der Wohlstandsentwicklung der arbeitenden Bevölkerung teilhaben.
Die Rentenanpassung wird mit der Rentenwertbestimmungsverordnung 2026 umgesetzt. Diese muss noch vom Kabinett beschlossen und vom Bundesrat gebilligt werden. Ein Inkrafttreten Anfang Juli gilt als sicher.
Auswirkung des Rentenpakets 2025
Mit dem Rentenpaket 2025 ist für gesetzlich Versicherte unter anderem die Haltelinie in Höhe von 48 % beim Rentenniveau bis zum 1. Juli 2031 verlängert worden. Bis dahin wird der jeweils aktuelle Rentenwert zum 1. Juli so hoch festgesetzt, dass mit diesem neuen aktuellen Rentenwert das Mindestsicherungsniveau von 48 % erreicht wird.
Maßgeblich für die Rentenberechnung ist die anpassungsrelevante Lohnentwicklung, die 4,25 % beträgt. Sie basiert auf der vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Lohnentwicklung nach den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) sowie der Entwicklung der beitragspflichtigen Entgelte der Versicherten, die für die Einnahmesituation der gesetzlichen Rentenversicherung entscheidend ist. Daneben spielt auch die Veränderung der Sozialabgaben der Beschäftigten und Rentenbeziehenden eine Rolle.
Mit Material von AgE
Quelle: agrarheute
Essen - Butter wird für Verbraucher in Deutschland nach längerer Zeit erstmals wieder teurer. Discounter und Supermärkte haben ihre Preise erhöht.
Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter großen Lebensmittelhändlern. Ein 250-Gramm-Päckchen Deutscher Markenbutter der Eigenmarken kostet jetzt 1,19 Euro statt bisher 99 Cent. Aldi Nord und Lidl begründeten den Schritt auf Nachfrage mit steigenden Einkaufspreisen. Eine Sprecherin von Kaufland sagte: «Unsere Preisgestaltung orientiert sich unter anderem an der jeweiligen Marktsituation, am Wettbewerb sowie an Angebot und Nachfrage.» Zuvor hatte die «Lebensmittel Zeitung» darüber berichtet.
Bei Butter hatte es zuletzt große Preisschwankungen gegeben. Ab Oktober 2024 mussten Kunden für das günstigste Päckchen der Eigenmarken 2,39 Euro zahlen - so viel wie noch nie. Ursache waren kleinere Milchmengen, die Landwirte lieferten, und ein niedrigerer Fettgehalt der Rohmilch. Die Blauzungenkrankheit führte bundesweit zum Einbruch der Milchleistung bei betroffenen Tieren.
Überangebot an Milch
Im vergangenen Jahr fiel der Butterpreis wieder, im Dezember sogar unter einen Euro. Der Hintergrund: Milch wurde günstiger auf dem Weltmarkt, auch bei deutschen Molkereien wurden deutlich größere Mengen angeliefert als im Vorjahreszeitraum. Zudem stieg der Fettanteil in der Rohmilch wieder, unter anderem wegen besserer Wetter- und Futterbedingungen. Die Folge war ein Überangebot an Milch.
Wegen der niedrigen Preise sei mehr Butter abgesetzt worden, sagte Philipp Hennerkes vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels. So hätten sich die Übermengen am Markt verringert. «Ein geringerer Mengendruck sorgt nun für steigende Bezugspreise, die dann auch wieder zu höheren Verkaufspreisen führen.»
Marktexpertin Kerstin Keunecke von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft sagte, abgepackte Butter und Blockbutter seien in den ersten Monaten des Jahres stark nachgefragt worden. Das habe die Preise steigen lassen.
dpa
Quelle: proplanta
Forscher nutzen Cortisol im Kuhhaar, um langfristigen Stress sichtbar zu machen. Frühzeitige Hinweise helfen Milchleistung und Herde.
Chronischer Stress bei Milchkühen lässt sich zuverlässig über Cortisol im Haar nachweisen und steht in Zusammenhang mit Einbußen bei der Milchleistung, wie belgische Forscher herausfanden. Anstatt wie üblich Blut- oder Milchproben zu untersuchen, analysierte das Team Haarproben mithilfe von Infrarot- und Raman-Spektroskopie. So konnten molekulare Muster identifiziert werden, die mit erhöhten Cortisolwerten in Zusammenhang stehen.
Dieser Ansatz gilt als schneller und weniger invasiv als klassische ELISA-Tests im Labor. Haarproben aus dem Stall spiegeln die Stressbelastung über einen längeren Zeitraum wider – ein Vorteil gegenüber Momentaufnahmen aus Blut oder Milch. Damit lässt sich nicht nur akuter, sondern auch chronischer Stress erkennen.
Laut den Forschern könnte dieses Verfahren für landwirtschaftliche Betriebe einen konkreten Nutzen im Herdenmanagement bieten. Belastungen durch Hitze, Fütterungsfehler, Rangkämpfe oder Haltungsbedingungen ließen sich frühzeitig erkennen, was schnellere Gegenmaßnahmen ermöglicht. Dies würde das Tierwohl und die Tiergesundheit verbessern und gleichzeitig helfen, Leistungseinbußen bei der Milchproduktion zu reduzieren. Besonders in Zeiten hoher Kosten und enger Margen könnte ein verbessertes Stressmonitoring auch wirtschaftlich von Bedeutung sein, so die Forscher.
Quelle: agrarheute
Köln - Einige Verbraucher suchen in Lebensmittelgeschäften in Deutschland derzeit oft vergeblich nach Skyr: Auch wegen eines in den sozialen Medien ausgelösten Hypes ist das Milchprodukt vielerorts teilweise ausverkauft. Das zeigt eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den großen Handelsketten.
«Derzeit kommt es in einigen Regionen zu punktuellen Verfügbarkeitsschwankungen», sagt ein Sprecher der Rewe-Gruppe. Dabei seien Engpässe möglich. Seit Anfang Februar verzeichnet der Lebensmittelhändler eine stark gestiegene Nachfrage nach Skyr, die durch aktuelle Social-Media-Trends verstärkt werde. Die Lieferanten arbeiteten deshalb mit hoher Auslastung. Eine Entspannung der Situation ist dem Sprecher zufolge erst nach Ostern zu erwarten.
Betroffen ist auch der Lieferdienst Picnic. «Die Absatzmengen von Skyr haben sich im Vergleich zum Ende des letzten Jahres verdoppelt», sagt der Mitgründer des deutschen Picnic-Ablegers, Frederic Knaudt. Die Engpässe seien auf virale Rezepte-Trends bei Tiktok und Instagram zurückzuführen. «Anfang des Jahres sorgte der Skyr-Lotus-Cheesecake für einen Hype, aktuell ist es die Kombination aus Skyr und Energy-Drinks als Protein-Mix.» Die Lage habe sich schon leicht entspannt, die Engpässe seien jedoch noch nicht vollständig abgeflacht, sagt Knaudt. Auch Edeka, Kaufland, Lidl und Aldi Nord berichten von einem spürbar gestiegenen Kundeninteresse. Zuvor hatten bereits andere Medien über das Thema berichtet.
Ähnlich wie Joghurt, aber deutlich proteinreicher
Skyr gilt als traditionelles isländisches Milchprodukt, das an Joghurt erinnert, jedoch als Frischkäse eingestuft wird. Es wird wie Quark aus entrahmter Milch mit speziellen Kulturen hergestellt und anschließend abgetropft. Skyr hat eine festere Konsistenz und einen mild-säuerlichen Geschmack. Es enthält kaum Fett, aber mehr als 10 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm - und damit deutlich mehr als Joghurt. Skyr ist deshalb besonders bei Kraftsportlern beliebt, weil es beim Aufbau und Erhalt von Muskeln helfen soll. Im Handel sind auch Varianten mit Früchten, Müsli oder Schokolade erhältlich.
Wenn Skyr in Geschäften nicht verfügbar ist, können Verbraucher alternativ auch den vergleichsweise günstigen Magerquark verwenden und ihn mit Milch oder Sprudelwasser cremig aufrühren. Das rät das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).
Eine proteinreiche Ernährung liegt derzeit in Deutschland stark im Trend. Der Konsum von Geflügelfleisch und Eiern ist deshalb zuletzt ebenfalls deutlich gestiegen. Auch bei Eiern treten teilweise Engpässe auf. Laut BZfE braucht der menschliche Körper Proteine als Baustoff für das Immunsystem, für den Transport anderer Nährstoffe und als Energielieferant. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen bis 65 Jahren eine tägliche Eiweißzufuhr von 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, Leistungssportlern und ehrgeizigen Freizeitsportlern bis zu 2 Gramm. High-Protein-Produkte seien meist unnötig, da eine ausgewogene Ernährung ausreichend Proteine liefere, heißt es.
dpa
Quelle: proplanta
05.03.2026 (AMI) – Die Milcherzeuger in Deutschland mussten zu Beginn des neuen Jahres massive Einbußen beim Milchgeld hinnehmen. Damit hat sich der Abwärtstrend der Preise für konventionell erzeugte Kuhmilch kurzfristig verstärkt.
Die Milcherzeugerpreise sind mit spürbarem Gegenwind ins neue Jahr gestartet. Laut Schätzung der AMI ist das Bundesmittel für konventionelle Kuhmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß im Januar 2026 um 3,9 Ct/kg auf 39,6 Ct/kg gefallen und damit erstmals seit Ende 2021 wieder unter die 40-Cent-Marke gerutscht. Zum Vergleich: Im Januar 2025 lag der Auszahlungspreis noch bei 52,7 Ct/kg. Vor Jahresfrist hatte das damals knappe Angebot an Rohmilch zu einem Preisanstieg über die gesamte Wertschöpfungskette geführt. Dieser wurde lediglich kurzfristig durch den damaligen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche unterbrochen. Seit Herbst 2025 hat sich die Lage jedoch vom Verkäufer- zum Käufermarkt gedreht.
Damit setzte sich die seitdem vorherrschende Abwärtsbewegung fort. Während im Sommer 2025 mit 53,5 Ct/kg noch ein überdurchschnittlich hohes Preisniveau erreicht wurde, gaben die Auszahlungspreise im Herbst deutlich nach und erreichten im Dezember 2025 nur noch 43,5 Ct/kg. Der deutliche Rückgang zu Beginn des Jahres unterstreicht den anhaltenden Druck auf der Erzeugerseite.
Quelle: AMI
05.03.2026 (AMI) – Das bundesweite Milchaufkommen nahm zu Beginn der zweiten Februarhälfte weiter zu und übertraf gleichzeitig die Vorjahresmengen deutlich.
In der zweiten Februarhälfte nahm die Milchanlieferung in Deutschland auf hohem Niveau weiter leicht zu. Nach Berechnungen der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) wurden in der 8. Kalenderwoche 0,3 % mehr Milch angeliefert als in der Woche zuvor. Der Vorsprung auf die Vorjahreslinie hat dadurch nochmals zugenommen und belief sich zuletzt auf 6,1 %. Auch in der Summe der ersten acht Wochen seit Jahresbeginn wurde das Vorjahresniveau um insgesamt 6,1 % übertroffen. In Frankreich entwickelte sich die Milchanlieferung Ende Februar entgegen ihrem saisonalen Trend leicht rückläufig, bewegte sich dabei allerdings anhaltend auf deutlich erhöhtem Niveau. Im Vergleich zur Vorwoche wurden hier in der 8. Kalenderwoche 0,5 % weniger Rohstoff angeliefert. Die Mengen der Vorjahreswoche wurden dagegen weiterhin deutlich um 4,6 % übertroffen.
Quelle: AMI
Die umstrittene Pflicht zu Lieferverträgen bei Milch, Getreide, Obst und Gemüse wird Realität. Rat und EU-Parlament haben sich geeinigt, auch beim Veggie-Burger.
Die EU-Kommission sieht die Bauern mit der Pflicht zu Lieferverträgen gestärkt. Am Donnerstag (5.3.2026) habe sich Rat und dem EU-Parlament bei den Trilogverhandlungen auf eine Vertragspflicht nach Artikel 158 und 168 der Gemeinsamen Marktordnung verständigt. Das gab die EU-Kommission bekannt. Rat und Parlament müssen das Verhandlungsergebnis noch formell bestätigen.
Betroffen von der Vertragspflicht sind neben dem Milchsektor (Art. 148) auch Obst und Gemüse, Getreide, Hopfen und Fleisch (Art. 168). Der Bauernverband und die Raiffeisengenossenschaften warnten im Vorfeld der Verhandlungen vor einem Bürokratiemonster, das keine besseren Erzeugerpreise bringe und die Wertschöpfungskette mit zusätzlichen Kosten belaste. Der BDM und die AbL forderten indes eine derartige Vertragspflicht.
Das muss in den Verträgen stehen
Das sind die Details des Verhandlungsergebnisses:
Schriftliche Verträge zwischen Landwirten und Käufern werden zur allgemeinen Pflicht. Sie müssen neben dem Preis auch Liefermenge und -zeitpunkt sowie mengenbezogene Preisklauseln enthalten.
Ebenso können die Vertragspartner langfristige Lieferverträge vorzeitig kündigen, falls Marktentwicklungen, Kostenschwankungen und wirtschaftliche Bedingungen nicht mehr zum vereinbarten Preis passen (sogenannte Revisionsklausel).
Die Regeln für die rechtliche Anerkennung von Erzeugerorganisationen werden vereinfacht.
Die Mitgliedstaaten können Erzeugerorganisationen und ihren Verbänden zusätzliche finanzielle Unterstützung gewähren.
Junge und neue Landwirte werden durch die GMO-Novelle ermutigt, anerkannten Erzeugerorganisationen beizutreten.
Die Bedingungen für die Verwendung optionaler Vermarktungsbegriffe wie „fair“, „ausgewogen“ und „kurze Lieferkette“ werden definiert, um Klarheit für Erzeuger und Verbraucher zu schaffen.
Nach Auffassung der zypriotischen Agrarratsvorsitzenden Maria Panayiotou ist der Kompromiss ein „wichtiger Schritt hin zu faireren und widerstandsfähigeren Agrarmärkten“.
Veggie-Burger bleibt erlaubt, veganer Leberkäse nicht
Gleichzeitig regelt der Kompromiss auch die Bezeichnungen für Fleischersatzprodukte auf pflanzlicher Basis. Die Begriffe „Veggie-Burger und Veggie-Wurst“ werden zwar nicht verboten, dafür aber alle Begriffe, die Tiere oder Tierteile bezeichnen, wie „vegane Leberwurst/Leberkäse“, „veganes Steak“ oder „vegane Hühnernuggets“. Brüssel will damit die Verbraucher vor irreführenden Bezeichnungen von pflanzlichen Produkten schützen. Geschützt sind damit Produkte beziehungsweise Bezeichnungen unter anderem aus Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel oder Schaffleisch. Diese Begriffe sind ausschließlich Fleischerzeugnissen vorbehalten und dürfen daher nicht für Produkte verwendet werden, die kein Fleisch enthalten, wie beispielsweise Zellkulturprodukte.
Die Europäische Volkspartei (EVP) hat in den Verhandlungen sogar noch auf umfangreichere Bezeichnungsverbote gedrängt. „Die Europäische Volkspartei kann sich nun als Verbotspartei abfeiern“ kritisiert der grüne Europaabgeordnete und Agrarsprecher Thomas Waitz. Österreichs Agrarminister Norbert Totschnig (ÖVP) indes begrüßt das Verbot. „Vegetarische Hühnerkeulen gibt es nicht“, so seine Begründung. Wo Fleisch draufstehe, müsse auch Fleisch drin sein.
Der Beitrag „Lieferverträge: Rat und Parlament einigen sich auf Vertragspflicht“ ist zuerst erschienen bei Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt.
Quelle: agrarheute
02.03.2026 (AMI) – Der von der AMI ermittelte deutsche Agrarrohstoffindex gab im Februar 2026 weiter nach. Der Index sinkt damit den achten Monat in Folge. Belastend wirkten vor allem weiter rückläufige Erzeugerpreise bei Milch.
Die Milchanlieferung nahm im Februar saisonbedingt weiter zu und lag deutlich über Vorjahr. Das hohe Rohstoffangebot hielt den Druck auf die Rohstoffmärkte aufrecht und begrenzte die Auszahlungsspielräume der Molkereien. Gleichzeitig zeigten sich die Verarbeitungsmärkte stabiler: Vor allem Milchpulver profitierte von belebter Exportnachfrage, auch Molkenpulver tendierte fester. Butter und Käse wurden bei guten Absätzen überwiegend stabil gehandelt. Der Erzeugerpreis für Milch reagiert jedoch zeitverzögert auf die Produktmärkte und folgt dem seit Herbst bestehenden Abwärtstrend – im Februar dürfte sich der Rückgang zwar abschwächen, weitere Abschläge im ersten Quartal bleiben aber wahrscheinlich.
Im Februar lagen die Erzeugerpreise für Schlachttiere insgesamt unter dem Niveau des Vormonats. Schlachtschweine standen zunächst weiter unter Preisdruck; erst ab Monatsmitte stabilisierte sich der Markt, vereinzelt wurden wieder Aufpreise erzielt. Auch bei Schlachtrindern überwog ein schwächeres Bild, bevor die Nachfrage nach Schlachtkühen zum Monatsende anzog.
Im Pflanzenbau blieb das Geschäft verhalten. Brotgetreide zeigte sich stabil bis leicht fester, Futtergetreide insgesamt kaum verändert; Körnermais behauptete sich etwas besser. Raps profitierte von festeren Terminmarktvorgaben.
Quelle: AMI
02.03.2026 (AMI) – Das Milchaufkommen innerhalb der EU-27 hat im Jahr 2025 deutlich zugelegt. Im ersten Quartal wurde das Vorjahresniveau noch verfehlt, im weiteren Jahresverlauf wuchs dann der Vorsprung auf die Vorjahresmengen. Auf Ebene der Mitgliedstaaten waren überwiegend Zuwächse zu verzeichnen, insbesondere die mengenmäßig bedeutendsten Erzeugerländer fielen mit ihren Mehrmengen ins Gewicht.
Im Jahr 2025 wurde innerhalb der EU-27 deutlich mehr Milch angeliefert als im Jahr zuvor. Insgesamt erzeugten die Mitgliedstaaten rund 148 Mio. t Milch und damit schalttagsbereinigt 1,9 % mehr als im Jahr zuvor. Lediglich im ersten Quartal wurde das Vorjahresniveau verfehlt. Im April wurde die Vorjahreslinie dann erstmalig im Jahresverlauf überschritten. In den folgenden Monaten setzte sich der zunehmende Trend fort und die EU-Milchanlieferung bewegte sich stetig über dem Vorjahresniveau. Insbesondere ab August waren deutliche Mehrmengen zu verzeichnen. Im letzten Quartal des Jahres wurden die Vorjahresmengen in jedem Monat um mehr als 5 % übertroffen, am deutlichsten im Dezember um 5,6 %.
Mehr Milch zum Jahresende
Der deutliche Zuwachs im Dezember war auf überwiegend steigende Tendenzen in den einzelnen Mitgliedstaaten zurückzuführen. Lediglich in sieben der EU-Mitgliedstaaten wurde im betrachteten Monat weniger Milch erzeugt als im Dezember 2024. Dazu zählte neben Bulgarien, Estland und Griechenland vor allem Rumänien, wo das Vorjahresniveau um 14,3 % verfehlt wurde. Aber auch in Irland wurden die Vorjahresmengen den zweiten Monat in Folge nicht erreicht, obwohl im übrigen Jahr ein fast durchgängig steigender Trend zu beobachten war. Hier spielte allerdings auch der Basiseffekt eine Rolle, da die Milchanlieferung in Irland bereits Ende 2024 an Fahrt aufgenommen hatte und das Niveau von 2023 teilweise sehr deutlich übertraf.
In einem Großteil der EU-Mitgliedstaaten wurde dagegen mehr Milch angeliefert als zwölf Monate zuvor. Die mit Abstand größte Mehrmenge verzeichnete Deutschland mit einem Plus von 7,8 % oder in absoluten Zahlen rund 203 Tsd. t, gefolgt von Frankreich mit einem Anstieg um 7,3 % oder 143 Tsd. t. Daneben verzeichneten die Niederlande, Polen, Italien und Belgien mengenmäßig bedeutende Zunahmen. Aber auch in Erzeugerländern mit geringerem Anlieferungsvolumen wurde das Niveau des Vorjahresmonats teilweise deutlich übertroffen, unter anderem in Zypern um 12,8 %, in Ungarn um 8,0 % und in Österreich um 9,9 %. In Dänemark, Spanien und Finnland fiel das Plus mit unter 2,0 % prozentual gesehen etwas geringer aus.
Quelle: AMI
Bonn - Lebensmittel werden immer teurer – dieses Gefühl beschleicht Verbraucherinnen und Verbraucher schon seit einigen Jahren beim Einkauf. Und das nicht ohne Grund, denn tatsächlich sind die Preise für Nahrungsmittel zwischen 2021 und 2025 um fast 32 Prozent gestiegen.
Was täuscht, ist der Eindruck, die Preise stiegen kontinuierlich und gleichmäßig immer weiter an. Vielmehr wechseln sich enorme Preisanstiege und Phasen stabiler oder sogar fallender Preise ab. Bestes Beispiel dafür waren zuletzt die Butterpreise. Sie stiegen zunächst rasant an, sind seit einigen Monaten aber wieder deutlich rückläufig.
Bei einem genaueren Blick auf die Lebensmittelpreisentwicklung der vergangenen Jahre fällt auf, dass bei den meisten Erzeugnissen vor allem 2022 und 2023 die Preise stark gestiegen sind. Danach gab es teils geringe Rückgänge, teils leichte Anstiege, die aber größtenteils noch unterhalb des allgemeinen Inflationsniveaus von jeweils 2,2 Prozent in den Jahren 2024 und 2025 lagen. Einen kontinuierlichen Preisanstieg, der – mit Ausnahme von 2022 – über dem allgemeinen Inflationsniveau lag, gab es über die vergangenen Jahre nur bei Obst.
Dementsprechend irreführend können Momentaufnahmen sein. Ein Beispiel: 2025 stiegen die Preise für Obst mit Abstand am stärksten, während bei Speisefetten und -ölen ein Rückgang zu verzeichnen war. Betrachtet man auch hier den Zeitraum seit 2021, zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild: Obst verteuerte sich seitdem um 22,5 Prozent. Bei Speisefetten und -ölen fiel der Preisanstieg mit 44,9 Prozent beinahe doppelt so hoch aus.
Quelle: proplanta/BLE
Die Preise für Stickstoffdünger sind sprunghaft gestiegen. Grund sind die Auswirkungen des eskalierenden Nahostkonflikts auf die Lieferungen durch die Straße von Hormus. Knapp ein Viertel des weltweit gehandelten Stickstoffdüngers – und ein bedeutender Anteil der gesamten globalen Stickstoffproduktion – passiert diesen strategisch wichtigen Seeweg. Die Harnstoffproduzenten im Nahen Osten haben ihre Angebote bisher ausgesetzt und kämpfen mit Transportproblemen in der Straße von Hormus.
Der Preis für Harnstoff, einen Stickstoffdünger, der üblicherweise aus Erdgas hergestellt wird, stieg in Ägypten, einem wichtigen Harnstoffproduzenten, um bis zu 13 Prozent auf 550 US-Dollar von 485 US-Dollar pro Tonne, berichtet Chris Lawson von der Beratungsfirma CRU Group. Der Preisanstieg spiegelte sich auch in den Importen nach Nordamerika wider, sagte Analyst Josh Linville von StoneX.
Im Hafen New Orleans stiegen die Preise um etwa 77 US-Dollar auf 606 US-Dollar. An den europäischen Importhäfen, etwa in Hamburg steigen die Harnstoffpreise steil an. Katar, Saudi-Arabien und Iran, drei der zehn größten Harnstoffexporteure weltweit, transportieren ihre Waren durch die Straße von Hormus und versorgen damit einen globalen Markt, der bereits unter Versorgungsengpässen leidet, da es an günstigem Erdgas aus Russland für europäische Hersteller mangelt, so Linville.
„Die Welt kämpft bereits mit Stickstoffmangel und hat nun zur ungünstigsten Jahreszeit einen massiven Schlag erlitten“, fügte er hinzu. Landwirte in Zentralnordamerika können zwar noch Harnstoff aus dem Persischen Golf beziehen, doch die zweimonatige Lieferzeit vom Verladen bis zur Ankunft im Mittleren Westen der USA bedeutet, dass eine längere Schließung der Straße dazu führen wird, dass der Dünger bei den Landwirten zu spät für die laufende Pflanzsaison eintrifft, erklärte Linville.
Sollten die Preise weiter steigen, könnte dies für die Landwirte unerschwinglich werden, von denen viele bereits mit Ernteausfällen in diesem Jahr rechnen.
Dünger-Exporte müssen die Straße von Hormus passieren
„Fast alle diese Exporte müssen die Straße von Hormus passieren“, so Rapier weiter. „Mit anderen Worten: Knapp ein Viertel des weltweit gehandelten Stickstoffdüngers – und ein bedeutender Anteil der gesamten globalen Stickstoffproduktion – passiert diesen einzigen strategisch wichtigen Seeweg, der nun durch einen Krieg bedroht ist.“ „Im Gegensatz zum Ölmarkt fehlt den Düngemittelmärkten ein nennenswerter strategischer Puffer. Die USA unterhalten eine strategische Ölreserve mit Hunderten Millionen Barrel Rohöl.
Es gibt jedoch keinen vergleichbaren Stickstoffdüngervorrat, der einen längeren Versorgungsengpass ausgleichen könnte“, berichtete Rapier. „Der Düngemittelhandel basiert größtenteils auf Just-in-Time-Lieferungen. Saisonale Nachfragespitzen fallen mit den Pflanzzyklen zusammen, und die Lagerbestände sind nicht darauf ausgelegt, größere geopolitische Schocks abzufedern.“
Der Nahe Osten war 2025 für 28 % der US-Harnstoffimporte verantwortlich und ist mit rund 20 Mio. Tonnen pro Jahr der weltweit größte Harnstoffexporteur. Dies entspricht 35 % des globalen Seehandels, wovon etwa ein Viertel auf den Iran entfällt. Sollten Lieferungen aus dem Nahen Osten verzögert oder unterbrochen werden, würde eine wichtige Harnstoffquelle fehlen, was voraussichtlich zu Versorgungsengpässen und steigenden Preisen führen würde.
Die Harnstoffproduzenten im Nahen Osten haben ihre Angebote bisher ausgesetzt und kämpfen mit Transportproblemen in der Straße von Hormus. Die US-Harnstoffimporte beliefen sich von Juli bis Februar auf insgesamt 2,35 Mio. Tonnen und lagen damit 5 % über dem Vorjahreswert und 1 % über dem Fünfjahresdurchschnitt (basierend auf Schätzungen von Argus und Daten des US Census Bureau).
Quelle: agrarheute
26.02.2026 (AMI) – Im Frische-Bereich schwächt sich die Teuerungsrate weiter ab. Mehrere Warengruppen wirken mit ihrem niedrigeren Preisniveau deutlich stärker als die Warengruppen mit höheren Preisen. Seit März 2024 liegt nun die niedrigste Teuerungsrate vor.
Dem AMI-Frischeindex zufolge zahlen die Verbraucher in den erst drei Februarwochen 2,4 % weniger als im Vorjahr. Vor allem günstigere Milch und Milchprodukte sowie Kartoffeln ziehen die Teuerungsrate aktuell in den negativen Bereich, während Eier und Rindfleisch dagegenhalten.
Eier mit der höchsten Teuerungsrate
Zuletzt hatte Rindfleisch die Position mit der höchsten Teuerungsrate. Doch seit Februar haben Eier die Warengruppe Rindfleisch knapp überholt. Aufgrund der Preiserhöhung zu Beginn des Jahres liegen die Verbraucherpreise für Eier nun 16,7 % über dem Vorjahresniveau. Da die Kontrakte in der Regel für das ganze Jahr gelten, dürfte das Niveau der Teuerungsrate für diese Warengruppe in den kommenden Monaten anhalten.
Schwächere Teuerungsrate bei Rindfleisch
Preiserhöhungen für verschiedene Rindfleischartikel im Basissortiment des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) vor einem Jahr haben dazu geführt, dass sich die Teuerungsrate für Rindfleisch nun abschwächt. Während im November 2025 noch ein Spitzenniveau von 24,1 % erreicht wurde, fällt der Preisaufschlag mit 16,0 % aktuell etwas geringer aus. Dennoch bleibt diese Warengruppe einer der Treiber im Februar.
Schweinefleisch kostet dagegen aufgrund der zurückliegenden Preisreduzierungen im LEH 1,7 % weniger als im Vorjahr. Im vergangenen Jahr waren die Preise auf den vorgelagerten Stufen deutlich zurückgegangen. Das Angebot an Schweinefleisch übertraf 2025 zum großen Teil den Bedarf. Die Verbraucherpreise folgten diesen Entwicklungen. Den zweiten Monat in Folge liegen diese nun unter dem Vorjahresniveau.
Milch und Milchprodukte weiterhin deutlich günstiger
Die niedrigste Teuerungsrate weist erneut die Warengruppe Milch und Milchprodukte auf. In den ersten drei Februarwochen zahlen die Verbraucher für diese Produkte 24,1 % weniger als im Vorjahr. Zurückzuführen ist dies auf die Preisreduzierungen der vergangenen Monate, denn im Februar sind die Preise im Basissortiment des LEH stabil geblieben. Das 250 g Päckchen Deutsche Markenbutter kostet damit weiterhin 0,99 EUR und somit 1,00 EUR weniger als Ende Februar 2025.
Quelle: AMI